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Neuruppin Im Landkreis fehlen fast 100 Kitaplätze
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Im Landkreis fehlen fast 100 Kitaplätze
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17:53 27.03.2019
Seit Jahren werden mehr Kinder in Ostprignitz-Ruppin geboren, doch es gibt zu wenig Kitaplätze zum Betreuen der Jüngsten. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Eigentlich ist es eine erfreuliche Entwicklung: Seit 2011 werden mehr Kinder im Landkreis geboren. Damit hat sich die Zahl der Mädchen und Jungen, die einen Anspruch auf einen Kitaplatz in Ostprignitz-Ruppin haben, im Vergleich zu 2009 um mehr als 1300 erhöht. Das Problem dabei: Vor allen in den Städten finden Eltern kaum noch einen Betreuungsplatz für ihre Jüngsten.

Ausnahmegenehmigungen für 500 zusätzliche Plätze

„Die Einrichtungen in Kyritz, Lindow, Rheinsberg und Neuruppin sind so gut ausgelastet, dass sie nicht flexibel auf den steigenden Bedarf reagieren können“, sagte am Mittwoch Kristina Borrock, die sich im Amt für Familien und Soziales um die Kitaplanung im Landkreis kümmert. Zwar seien Lindow und Rheinsberg schon dabei, die Platzkapazitäten in ihren Kitas zu erweitern. Dennoch geht die Kreisverwaltung davon aus, dass in diesem Jahr 95 Kitaplätze fehlen werden – und das, obwohl es in den insgesamt 85 Kitas in Ostprignitz-Ruppin durch Ausnahmegenehmigungen, die das Land erteilt, schon mehr als 500 zusätzliche Plätze gibt, davon allein 175 in Neuruppin.

Kreis: Die Kommunen sind gefragt

„Das ist für die Eltern erfreulich, aber für die inhaltliche Arbeit in den Kitas sind Ausnahmegenehmigungen oft schwierig“, sagte Amtsleiter Andreas Liedtke. Auch die Kinder und Erzieher müssten damit klar kommen, dass weniger Platz zur Verfügung steht als rechtlich vorgeschrieben ist. Gleichwohl denkt die Kreisverwaltung derzeit nicht daran, selbst eine neue Kita zu errichten, um die Lage zu entspannen. „Der Kreis springt immer als Letztes ein, denn die Kommunen sind hierbei gefragt“, sagte Borrock.

Für Eltern ist das nicht immer ganz einfach zu durchschauen. Denn den Rechtsanspruch für einen Kitaplatz für ihr Kind müssen sie beim Landkreis durchsetzen, der auch rund 86 Prozent der Personalkosten für die Erzieher übernimmt. Die Kommune müsse jedoch die Kitaplätze bereitstellen und auch die Betriebskosten refinanzieren, betonte Amtsleiter Liedtke. Zwar werde beim Land überlegt, dass künftig die Kommunen dafür verantwortlich sind, dass Eltern ihren Anspruch für einen Kitaplatz für ihre Jüngsten durchsetzen können und nicht die Landkreise. Doch mit dieser Gesetzesänderung rechnet Liedtke erst nach den Landtagswahlen im Herbst.

Ein Drittel der Erzieher ist über 50 Jahre

Besonders schwer wird es für Eltern, die für ihre Jüngsten einen Kitaplatz suchen, im nächsten Jahr. Dann fehlen laut den Hochrechnungen der Verwaltung sogar 177 Kitaplätze in Ostprignitz-Ruppin. Demnach ist erst 2021 mit einer Entspannung zu rechnen. Dann soll in Neuruppin eine neue Kita mit mehr als 50 Plätzen öffnen, die die Wohnungsbaugenossenschaft WBG am alten Paulinenauer Bahnhof errichtet und die der Verein Esta Ruppin betreiben soll. Auch die neue und größere Montessori-Kita, die die Gesellschaft Ibis aus Wittenberge in Neuruppin errichten will, dürfte dann längst fertig sein.

Erhalten bleibt dem Landkreis auf jeden Fall jedoch ein ganz anderes Problem: Zwar stieg die Zahl der Kita-Erzieher in den vergangenen Jahren mit der Zahl der zu betreuenden Mädchen und Jungen. Doch ein Drittel der knapp 1000 Erzieher sind laut dem Kita-Bedarfsplan über 50 Jahre alt, sagte Kristina Borrock.

Von Andreas Vogel

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