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Neuruppin Jagdunfall: 17-jähriger Treiber von Keiler verletzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Jagdunfall: 17-jähriger Treiber von Keiler verletzt
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17:48 04.12.2019
Ein Wildschweinkeiler. Quelle: dpa
Neuruppin

Bei einer sogenannten Drückjagd im Revier Eggersdorf nördlich von Neuruppin ist am Sonnabend ein 17-jähriger Treiber von einem Keiler angefallen und nach Aussage eines Sanitäters „mittelschwer verletzt“ worden. Der junge Mann wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, zudem seien umgehend dessen Eltern informiert worden, sagte am Mittwoch Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Polizei: Es war ein Unfall

Die Polizei war erst vor Ort, als der junge Mann bereits im Krankenhaus versorgt wurde. „Es liegt kein Verdacht auf eine Straftat vor, deshalb ermitteln wir auch nicht. Es war ein Unfall“, sagte die Polizeisprecherin.

Der Landesjagdverband Brandenburg bedauerte den Jagdunfall. „Sicherheit steht immer an erster Stelle“, sagte Sprecherin Anja Semmele. Demnach werden vor jeder Jagd sämtliche Teilnehmer vom jeweiligen Jagdleiter belehrt. Dazu gehöre, dass die Jäger „den Finger gerade lassen“, wenn ein Treiber oder ein Jagdhund in der Nähe seien, so Semmele. Zudem werde den Treibern zur eigenen Sicherheit geraten, eine Warnweste oder eine andere Form einer Signalkleidung zu tragen.

Meist flüchten die Tiere vor den Jägern

Gleichwohl könne bei einer Jagd generell nicht ausgeschlossen werden, dass ein Keiler mal verrückt spiele, sagte Semmele. Das komme aber glücklicherweise eher selten vor, da die meisten Tiere vor den Jägern die Flucht ergriffen.

Leiter der Drückjagd am Sonnabend im Revier Eggersdorf war ein Jäger aus Hamburg. Dieser war am Mittwoch jedoch nicht für Nachfragen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, erreichbar. Nach MAZ-Informationen haben an der Jagd rund 60 Jäger teilgenommen.

Unfall wird nur der Versicherung gemeldet

Laut dem Potsdamer Landwirtschaftsministerium gibt es bei einem Jagdunfall weder nach dem Bundes- noch nach dem Landesjagdgesetz eine behördliche Meldepflicht. Demnach müsse der Unfall lediglich von der Jagdleitung der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet werden.

Unklar blieb am Mittwoch, wie oft Jagdunfälle in Brandenburg vorkommen. Weder die oberste Jagdbehörde noch der Landesjagdverband verfügen darüber statistisch erfasste Daten.

Von Andreas Vogel

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