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Neuruppin Jobcenter-Chef von Kritik überrascht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Jobcenter-Chef von Kritik überrascht
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18:57 11.10.2019
Schüler essen in der Mensa einer Schule. Quelle: Franziska Kraufmann / dpa
Neuruppin

Der Chef des Jobcenters Ostprignitz-Ruppin, Axel Schmidt, ist irritiert. Grund ist die herbe Kritik des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Dieser hatte Mitte der Woche das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes als „Murks“ bezeichnet, da laut einer Untersuchung im vergangenen Jahr bundesweit nur knapp 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in sogenannten Hartz-IV-Haushalten von diesen Zuschüssen etwas haben – und folglich das Gros der Betroffenen leer ausgehen.

94 Prozent erhalten Zuschuss für Schulbedarf

In Brandenburg sieht es laut dem Wohlfahrtsverband sogar noch etwas schlimmer aus, da laut der Studie sogar 86,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus ärmeren Familien, die Anspruch auf einen Zuschuss hätten, nicht davon profitieren. Schmidt kann diese Zahlen nicht nachvollziehen. Aber eines weiß er: Für Ostprignitz-Ruppin gilt das verheerende Fazit der Studie nicht. „Wir wissen, was wir ausgeben“, sagt Schmidt. Demnach haben im Landkreis gut 1100 Kinder und Jugendlich einen Zuschuss für den Schulbedarf erhalten. Das sei eine Quote von mehr als 94 Prozent der Anspruchsberechtigten.

Etwas schlechter sieht es zwar bei der Mittagsversorgung in den Schulen aus, die in Ostprignitz-Ruppin 715 von 1638 Anspruchsberechtigten nutzen, die Quote beträgt damit knapp 44 Prozent. Aber auch das liege deutlich über den Daten, die der Wohlfahrtsverband für den Bund und die Mark präsentiert habe, so Schmidt. Der Amtsleiter erklärt sich die deutliche Diskrepanz damit, dass die Untersuchungen wohl in einer schulfreien Zeit erhoben worden sind, es die meisten Zuschüsse aber für schulische Leistung gebe. Ob das stimmt, ist unklar: Der Landesverband der Wohlfahrtspflege in Potsdam war für Nachfragen nicht erreichbar.

Seit August kostenloses Schulessen

Indes geht Axel Schmidt davon aus, dass mit der Verabschiedung des „Starke-Familien-Gesetzes“ noch mehr Kinder und Jugendlichen aus ärmeren Familien das kostenlose Schulessen nutzen. Denn seit 1. August wird der gesamte Betrag übernommen, bis dahin musste pro Essen ein Euro gezahlt werden.

In einem Punkt sehe Ostprignitz-Ruppin in der Tat schlecht aus, räumt Schmidt ein. Denn für die Schülerbeförderung gibt das Jobcenter keinen einzigen Euro als Zuschuss – das muss die Behörde aber auch nicht. Denn die Schülerbeförderung ist im Landkreis seit Jahren für die Mädchen und Jungen kostenfrei.

Von Andreas Vogel

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