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Neuruppin Kammerkonzert begeistert 150 Zuhörer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Kammerkonzert begeistert 150 Zuhörer
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16:08 28.10.2019
Junko Ukigaya, Ruth Pfundstein, Miyuki Motoi, Eckhard Schulze, Vladimir Borgarts und Christian Krech (v.l.) boten musikalische Leckerbissen. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Mit Gassenhauern hatte der als sehr eigenwillig geltende Beethoven eher nichts am Hut. Umso ungewöhnlicher also, dass es aus seiner Feder ein „Gassenhauertrio“ gibt. Man munkelt, er habe es auf Wunsch eines seiner Lieblingsklarinettisten geschrieben.

Die zugrundeliegenden Musik, die Beethoven im Trio variierte – ein Motiv des damals sehr populären Wiener Opernkomponisten Joseph Weigl – fand Beethoven eher banal. Dennoch hat er es in seinem Trio verwendet, variiert und gleichsam geadelt.

150 Zuhörer lauschten dem Konzert

Mit diesem eher ungewöhnlichen Stück von Beethoven wird am Sonntag vor 150 Zuhörern ein Musikabend begonnen, der mit etlichen Glanzstücken brilliert. Innerhalb der Klassik-Konzertreihe des Musikvereins spielen sechs Musiker auf – einige sind Solisten des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt und eingeladen von dessen Dirigenten Takao Ukigaya, der auch Chef des Musikvereins ist.

Neben Solo-Oboistin Ruth Pfundstein-Langes, Solo-Klarinettist Christian Krech und Solo-Hornist Eckhard Schulze gehören Querflötistin Junko Ukigaya und Fagottist Vladimir Borgarts zum Bläserquintett. Am Piano sitzt, wie so oft in der Konzertreihe, Miyuki Motoi, die den Marathon am Flügel traumwandlerisch sicher zelebriert. In wechselnder Besetzung bestreiten die Musiker das spannende Konzert.

Miyuki Motoi bestritt den Abend am Flügel. Quelle: Regine Buddeke

Jules Demerssemans „Duo Brillant Wilhelm Tell“ fasziniert in der Besetzung Flöte und Oboe – zwei Instrumente, die auf den ersten Blick in der Tonlage eher konkurrieren als harmonieren. Im Duo indes ergänzen sich beide erstaunlich gut – aus einem Streit-Gezwitscher zu Beginn gleiten Flöte und Oboe in ein auf den Punkt genaues Miteinander – ungewöhnliche Musik und ein absoluter Leckerbissen fürs Ohr.

„Was für ein wunderbares Zwiegespräch“, schwärmt Zuhörerin Helga Förster und lobt das Gassenhauertrio ebenso: „Ich hätte nie gedacht, dass ein Fagott so schöne, klare Töne spielen kann.“

Ein spannendes Duett zwischen Flöte und Obo: Junko Ukigaya und Ruth Pfundstein-Langes. Quelle: Regine Buddeke

Auch Rimski-Korsakows Quintett B-Dur ist etwas, was man nicht so oft zu hören bekommt: Er schrieb es für einen Wettbewerb, wo es durchfiel und erst etwas später umjubelt wurde. Zu Recht – das Stück ist mitreißend hoch drei und das Zusammenspiel der Musiker virtuos.

Später spielte Miyuki Motoi einen verträumten Chopin, bevor mit Louise Farrenc’ Sextett noch einmal alle Musiker alle Register ziehen können.

Junko Ukigaya, Christian Krech, Miyuki Motoi. Quelle: Regine Buddeke

Von Regine Buddeke

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