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Neuruppin 254 Frauen und Männer wollen in den Kreistag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 254 Frauen und Männer wollen in den Kreistag
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16:11 21.03.2019
Am 26. Mai finden in Brandenburg die Kommunalwahlen gemeinsam mit den Wahlen zum Europaparlament statt. Im September wird dann der Landtag neu gewählt.
Am 26. Mai finden in Brandenburg die Kommunalwahlen gemeinsam mit den Wahlen zum Europaparlament statt. Im September wird dann der Landtag neu gewählt. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild
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Neuruppin

Das Interesse an der Wahl des neuen Kreistags am 26. Mai ist überraschend groß, zumindest bei den Parteien. Bis Donnerstagmittag konnten die Kandidaten für die Kommunalwahl ihre Bewerbungen einreichen.

Bei Kreiswahlleiter Dietmar Tripke gingen bis dahin die Unterlagen von 254 Bewerbern ein. „Das sind noch einmal mehr als vor fünf Jahren“, sagt er. 2014 hatten sich 227 Kandidaten auf einen der 46 Sitze im Kreistag des Landkreises Ostprignitz-Ruppin beworben.

Neun Parteien, Wählergemeinschaften und eine Listenvereinigung schicken Kandidaten ins Rennen. Darunter sind alle Gruppen, die auch bisher schon im Kreistag vertreten waren.

Vielen Kandidaten – große Stimmzettel

Neu dabei ist erstmals die AfD. Einzelbewerber, die ohne eine Partei oder Wählergruppe im Rücken antreten, gibt es für die Wahl zum Kreistag nicht, sagt Wahlleiter Tripke.

Für die Wähler dürfte die Abstimmung am 26. Mai eine Herausforderung werden – schon allein, weil die Stimmzettel groß werden, damit alle Kandidaten darauf Platz finden. Bis 26. März muss Tripke sämtliche Unterlagen prüfen. Dann entscheidet der Wahlausschuss des Landkreises, ob alle Kandidaten für die Wahl zugelassen werden.

98 Bewerberinnen und Bewerber in Neuruppin

Für die Stadtverordnetenversammlung in Neuruppin haben sich ähnlich viel Bewerber gefunden wie vor fünf Jahren. 2014 gab es 95 Kandidaten für die 32 Sitze, diesmal sind es 98. Erstmals tritt auch in der Fontanestadt die AfD mit zwei Bewerbern an. Die NPD ist nicht mehr dabei.

Auch im Amt Temnitz ist das Interesse groß. Dort werden nicht nur die Ortsbeiräte gewählt und die Gemeindevertreter in den sechs Gemeinden, sondern auch noch ehrenamtliche Bürgermeister. Wahlleiter Thomas Kresse rechnet schon jetzt damit, dass es wegen der vielen Bewerber in einigen Orten wohl zur Stichwahl kommen wird.

Wahl zum Ortsbeirat fällt mancherorts aus

Nach Auskunft der Wahlleiter aus Neuruppin, Fehrbellin, Lindow, Rheinsberg und Walsleben gibt es überall im Altkreis Neuruppin genügend Bewerber für die Kommunalwahl, um alle Ämter besetzen zu können.

Nur in vier Dörfern wird mangels Kandidaten kein Ortsbeirat gewählt: im Neuruppiner Ortsteil Krangen, in Seebeck im Amt Lindow sowie in den Fehrbelliner Ortsteilen Manker und Königshorst.

Von Reyk Grunow