Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Vorerst kein Geld für neuen Radweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Vorerst kein Geld für neuen Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 31.03.2019
Theoretisch dürfen Radfahrer den Weg benutzen. Doch er ist in miserablen Zustand und selbst im Sommer kaum passierbar. Quelle: Reyk Grunow/Archiv
Nietwerder

Der Bau des Fahrradweges von Nietwerder nach Wulkow soll weiter verschoben werden. In diesem Jahr darf die Stadtverwaltung keine Aufträge mehr dafür vergeben. Das geht aus dem Entwurf eines Nachtragshaushaltes hervor, den die Stadtverordneten jetzt zugeschickt bekommen haben.

Geld für den Radweg ist ab 2020 im Haushalt der Stadt eingeplant. Kämmerer Thomas Dumalsky hatte dafür aber eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung vergeben. So wäre es möglich gewesen, bereits in diesem Jahr Verträge für das Vorhaben abzuschließen, auch wenn erst im nächsten Jahr Geld dafür bereitsteht.

Das Projekt an sich stellt der Kämmerer nicht infrage. Er will aber vermeiden, dass sich die Stadt jetzt bereits bindet. Über alles Weitere entscheiden die Stadtverordneten, wenn sie im Herbst über den Haushalt 2020 beraten.

Umbau der Schule soll 14 Millionen Euro kosten

Die Verschiebung hängt mit den enormen Kosten für den geplante Umbau der Wilhelm-Gentz-Schule zusammen. Statt anfangs knapp acht Millionen Euro erwartet die Stadtverwaltung dafür inzwischen Ausgaben von rund 14 Millionen (die MAZ berichtete). Mehrere andere Vorhaben sollen deshalb gestrichen oder für mehrere Jahre verschoben werden.

Für Nietwerders Ortsvorsteher Wolfram Händel wäre es zwar ärgerlich, aber nicht dramatisch, wenn der Weg nach 2020 gebaut würde. „Er ist wichtig für den Tourismus und für die Leute, die dort entlang zur Arbeit fahren wollen“, sagt er.

Dass der marode Feldweg, der bisher von Nietwerder über den Acker nach Wulkow führt, endlich so befestigt wird, dass ihn Radfahrer und Traktoren der Landwirte befahren können, wäre „wünschenswert“, räumt Händel ein. Für absolut notwendig hält er ihn aber nicht und sieht auch eine Verschiebung des Baus eher gelassen.

Piste für den Radweg führt über fremde Flächen

Ohnehin gibt es noch Grundstücksprobleme. Der Feldweg, den die Stadtverwaltung für Radfahrer ausbauen will, verläuft nicht dort, wo er laut Grundbuch liegen sollte. Um den Weg ausbauen zu können, müsste Neuruppin einige Flächen tauschen oder dazukaufen. Vor wenigen Tagen gab es deshalb ein Treffen mit den Eigentümern der benachbarten Flächen.

Der Neuruppiner Sozialausschuss wird sich damit am Dienstag, 2. April, ab 18.30 Uhr in der Fontaneschule damit befassen.

Update: In einer früheren Version dieses Textes hatten wir berichtet, das Projekt solle ganz aus dem Haushalt gestrichen werden. Das ist jedoch falsch, stellt Kämmerer Thomas Dumalsky klar.

Von Reyk Grunow

Stadt Neuruppin und Land verteidigen die aufgerissene Hauptachse. Das Museum plant nach Aufklebern weitere optische Maßnahmen in der Stadt.

31.03.2019

Die Neuruppiner SPD will den Nahverkehr in den Ortsteilen verbessern. Sie fordert einen Ringbus, der die Dörfer um den Ruppiner See mit der Stadt verbindet. Aber dafür gibt es mehrere Hürden.

28.03.2019

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet am Sonnabend in Neuruppin das Fontanejahr 2019. Gut 900 Gäste haben sich zum offiziellen Festakt angemeldet. Da reichen nicht einmal die Sitzplätze.

30.03.2019