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Neuruppin Straßenbau: Neuruppin geht das Pflaster aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Straßenbau: Neuruppin geht das Pflaster aus
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16:22 24.07.2018
Der größte Teil der neuen Fahrbahn ist bereits fertig. Für den Rest fehlen jetzt aber die Steine. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die gute Nachricht nennt Neuruppins Baudezernent Arne Krohn zuerst: „Wir liegen eigentlich ganz gut im Zeitplan.“ Wenn die Bauleute so weiterarbeiten würden, könnte die Schinkelstraße in wenigen Tagen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Wenn – und das ist die schlechte Nachricht: Das Material für die neue Fahrbahn geht aus und es war rechtzeitig kein Nachschub zu bekommen. Deshalb kann die Straße nicht mehr wie zuletzt angekündigt im Juli freigegeben werden. Am Dienstag sprach Arne Krohn eher von Ende August.

Das Problem sind laut Stadtverwaltung die speziellen Pflastersteine aus Beton. „Das ist eine Sonderanfertigung für die Stadt Neuruppin“, sagt Uta Richter, die im Rathaus den Bereich Tiefbau leitet.

Baudezernent Arne Krohn, Bauamtsleiterin Marga Reinus und Uta Richter (v.r.) vom Sachgebiet Tiefbau informierten am Dienstag über den Stand der Arbeiten. Quelle: Peter Geisler

Vor Jahren hatten die Stadtverordneten festgelegt, dass bei einer Sanierung der Straßen in der Altstadt nur besondere Pflastersteine aus Beton verlegt werden dürfen. „Das Format ist an das Format der alten Pflastersteine angelehnt, wie sie zum Beispiel noch in der Karl-Marx-Straße liegen“, sagt Arne Krohn.

Damit die Betonsteine nicht zu uniform wirken, ordert die Stadt bei einem Straßenbau in der Altstadt diese speziellen Betonsteine in drei verschiedenen Breiten und drei Farben. Die werden von den Bauleuten von Hand verlegt, um sicherzustellen, dass die neuen Straßen nicht einfach grau oder rot wirken, sondern tatsächlich eher ein wenig bunt. Dass soll noch mehr an das historische Vorbild erinnern.

Bisher bezieht die Stadt diese Steine ausschließlich von einer Firma. Und die habe nun Lieferprobleme, sagt Uta Richter.

Baufirma hatte rechtzeitig Nachschub bestellt

Für diese Schwierigkeiten können die Baufirma nichts, versichert sie auch gleich: Die Steine wurden rechtzeitig bestellt.“ Aber wie werden eben für jede Bestellung extra angefertigt und liegen nicht im Lager. Eine Charge hat die Stadt reklamiert und ans Werk zurückgeschickt. Der Ersatz dafür muss neu hergestellt werden. Allerdings hatte die Produktionsfirma zwischenzeitlich Probleme, den benötigten Beton zu bekommen. „Die Betonwerke sind alle voll mit Aufträgen“, sagt Uta Richter.

Dass es derzeit nicht gerade einfach ist, Beton zu bekommen, hatte die Stadt erst vor wenigen Wochen bei einem anderen Bauvorhaben zu spüren bekommen. Die neuen Elemente für den sanierten Skaterpark an der Heinrich-Rau-Straße konnten erst mehrere Wochen später geliefert werden, weil auch deren Herstellerfirma Schwierigkeiten hatte, den benötigten Beton zu bekommen. Die Mischwerke würden zuerst große Aufträge abarbeiten, sagt Uta Richter; Firmen, die kleine Mengen benötigen, müssten warten.

Neue Steine müssen einen Monat lang aushärten

Die neuen Pflastersteine für die Schinkelstraße sind inzwischen in Arbeit, sollen in den nächsten Tagen geliefert und dann auch rasch verlegt werden. „Aber wir können die Straße trotzdem nicht freigeben“, sagt Dezernent Krohn. Die Steine sind noch ganz frisch, der Beton muss erst aushärten, bis er voll belastbar ist. Das dauert in der Regel 28 Tage. Wenn sie fertig verlegt sind, müssen sie noch etwa drei Wochen ruhen. Erst dann können sie von der Baufirma mit einer Rüttelplatte endgültig verfestigt werden. Und erst danach dürfen Autos darüber fahren.

Auf dem größten Teil der neuen Fahrbahn liegt das Pflaster schon. Das Neuruppiner Bauamt prüft deshalb gerade, ob es wenigstens möglich wäre, die Schinkelstraße von der August-Bebel-Straße bis zur Sparkasse freizugeben. Sie wäre dann zwar nur Sackgasse und Autos müssten am Ende wenden.

Aber immerhin würden damit ein paar mehr Parkplätze zur Verfügung stehen. „Und für die Gewerbetreibenden wäre das auch wichtig“, sagt Uta Richter.

Künftig können mehr Firmen liefern

Anfang des Jahres hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass künftig auch andere Firmen für die Lieferung des Pflasters infrage kommen sollen. Die Stadt hatte festgestellt, dass die Betonsteine des einen Lieferanten seit 2004 um 35 Prozent teurer geworden sind.

Allerdings fürchtet das Bauamt, dass sich die Preissteigerungen trotz Konkurrenz nicht generell ausschließen lassen. Gehwegplatten seien sogar 50 Prozent teurer geworden – obwohl es dafür mehrere Lieferfirmen gibt.

Von Reyk Grunow

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