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Neuruppin Kreisverkehre sollen Unfallrate senken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Kreisverkehre sollen Unfallrate senken
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13:49 08.10.2013
Die Autobahnauffahrten in Fehrbellin in Richtung Berlin und Hamburg gelten seit langem als Unfallschwerpunkt. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Der 38-jährige Quadfahrer hatte keine Chance. Obwohl der Mann Vorfahrt hatte, bog der 23-jährige Fahrer eines Lkw mit Anhänger einfach plötzlich in Richtung Autobahn ab - und stieß gegen das vierrädrige Motorrad. Der 38-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen, der Lkw-Fahrer einen Schock.

Solche schweren Unfälle wie dieser, der sich Anfang voriger Woche ereignete, gibt es immer wieder an der Autobahnzufahrt Fehrbellin. Die Kreuzungen zur Auffahrt nach Berlin und nach Hamburg gelten deshalb seit Jahren als Unfallschwerpunkt. Denn dort gibt es viel Verkehr: Zum einen ist das Fehrbelliner Gewerbegebiet "Ländchen Bellin" mit mehr als 20Firmen fast ausgelastet, zum anderen nutzen viele Touristen die Ausfahrt Fehrbellin, um im Luch Störche und Kraniche beobachten zu können.

"Wir würden es sehr begrüßen, wenn an den Kreuzungen etwas passiert", sagt Mathias Wittmoser, Leiter der Verkehrsbehörde beim Landkreis. Wittmoser ist Mitglied der Verkehrsunfallkommission. Dort waren die Kreuzungen kurz hinter dem Ortsausgang von Fehrbellin immer wieder Thema. Kam es doch laut Polizei allein im vergangenen Jahr am Autobahnanschluss Fehrbellin zu vier Unfällen, bei denen eine Person schwer verletzt wurde. In diesem Jahr gab es schon drei Unfälle. Beim bisher letzten wurde jener 38-jährige Quadfahrer schwer verletzt.

Nun sollen zwei Kreisel die gefährlichen Kreuzungen entschärfen und für mehr Sicherheit sorgen. Die ersten Planungen dafür hat der Landesbetrieb Straßenwesen bereits abgeschlossen. Demnach sollen die Kreisel im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A24 zwischen Kremmen und Neuruppin errichtet werden. Doch wann gebaut werden kann, das ist offen. "Dieses Jahr auf keinen Fall mehr, und nächstes Jahr wohl auch nicht", sagt Thomas Schütt, Dezernatsleiter beim Landesbetrieb. Denn bisher habe der Bund kein Geld dafür freigegeben. Wann das passieren wird, ist völlig unklar. "In Anbetracht der angespannten Finanzierungssituation im Bundesfernstraßenbau" gebe es für die Arbeiten noch keinen Termin, sagt Ministeriumssprecherin Petra Beth- ge. Priorität hat für den Bund beim sechsspurigen Autobahnausbau im Berliner Norden die A10 zwischen den Dreiecken Havelland und Schwanebeck sowie die A24 bis zum Anschluss Kremmen. Allein dafür gebe der Bund 170Millionen Euro aus, so Bethge. Wann und wie danach weitergebaut wird, das sei ungewiss.

Ungeachtet dessen hält der Landesbetrieb Straßenwesen an den zwei Kreisverkehren bei Fehrbellin fest. "Die sind nicht so teuer in der Unterhaltung wie Ampeln, und sicherer sind sie auch", sagt Heike Fincke von der Planungsabteilung. Benötigt werde lediglich etwas mehr Fläche. Die Experten vom Landesbetrieb setzen darauf, dass die Kreisel beim Planfeststellungsverfahren für den Autobahnabschnitt Kremmen bis Neuruppin berücksichtigt werden. Denn der Ausbau der A24 bis Neuruppin ist eigentlich beschlossene Sache. Die Arbeiten stehen im aktuellen Bundesverkehrswegeplan. Zudem wird an der Abfahrt Neuruppin Süd gerade eine neue Autobahnbrücke gebaut für sechs Spuren. Dieses Projekt könnte sich der Bund sparen, wenn die A24 nicht bis Neuruppin sechsspurig ausgebaut werden soll.

Allerdings ist man auch beim Potsdamer Verkehrsministerium vorsichtig, was den Zeitplan betrifft. Vor 2015 werde es wohl nichts mehr, vermutet das Land.

Amtsleiter Mathias Wittmoser hofft, dass mit dem Ausbau der A24 die beiden Zufahrten bei Fehrbellin sicherer gemacht werden und es dort dann nicht mehr so oft zu schweren Unfällen kommt. "Manchmal hilft ein Kreisel", so Wittmoser. Die Experten vom Landesbetrieb sind davon überzeugt. "In Spanien und Skandinavien funktioniert das auch", sagt Heike Fincke.

Von Andreas Vogel

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