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Neuruppin Warum die Sanierung der B167 trotz des hohen Besuchs durchgeführt wird
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Warum die Sanierung der B167 trotz des hohen Besuchs durchgeführt wird
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00:23 31.03.2019
Die Sanierungsarbeiten auf der B167 in Neuruppin sind in vollem Gange und sollen voraussichtlich Mitte April abgeschlossen sein. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Staatskarossen rollen am Samstag in Neuruppin an – und die Hauptachse der Stadt ist aufgerissen. Denn ausgerechnet zum Auftakt des Fontane-Jubiläumjahrs, an dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnimmt und die Geburtstadt des Schriftstellers bundesweit im Rampenlicht steht, wird die Bundesstraße saniert. Hätte es keinen besseren Zeitpunkt geben können?

„Leider richtet sich der Sanierungsbedarf von Straßen nicht nach öffentlichen Veranstaltungen“, antwortet Stadtsprecherin Michaela Ott.

Sie verweist aber auch darauf, dass ursprünglich alles anders geplant war. Von Bauarbeiten, die nach zwei Wochen abgeschlossen sind, sei da die Rede gewesen. „Mit diesem Zeitraum hätte es auch keine Terminkollisionen gegeben“, sagt Ott.

Stadt Neuruppin stimmte längerer Bauzeit zu

Und so stimmte die Stadt den Plänen des Landes zu. Als später klar wurde, dass die Arbeiten länger dauern, machte Neuruppin trotzdem weiter mit.

Zum einen, damit es später im Jubeljahr des Stadtsohns keine Verkehrseinschränkungen gibt. Zum anderen, weil der Landesbetrieb Straßenwesen die Fahrbahn der B 167 sonst gar nicht erneuert hätte.

Die Baumaßnahmen auf der B167 seien ursprünglich anders geplant gewesen, sagt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott. Quelle: Peter Geisler

„Das hätte in den Folgejahren zu wesentlich massiveren Baumaßnahmen mit wesentlich stärkeren und längeren Behinderungen geführt“, sagt Ott.

Cornelia Mitschka erfreut das Thema wenig. „Die Debatte zum richtigen Zeitpunkt einer Baumaßnahme möchte ich nicht führen – den gibt es nicht“, sagt die Sprecherin des Landesbetriebs. Es müsse reichen, dass sich die Hauptbeteiligten auf einen Termin geeinigt haben.

Schalbretter sollen Aufkleber im Stadtbild ergänzen

Während dem Bundespräsidenten am Samstag neben der Baustelle auch die vielen gelb-schwarzen Aufkleber in der Neuruppiner Innenstadt auffallen dürften, die so manche Bewohner verärgert haben, hat das Museum Neuruppin in der Stadt weitere sichtbare Elemente zur Leitaustellung „fontane:200/Autor“ angekündigt.

Neben den mittlerweile über 600 Aufklebern, die als künstlerisches Wegeleitsystems vom Rheinsberger Tor, Fontane-Denkmal und Ruppiner See zum Museum in die August-Bebel-Straße führen, sind weitere optische Maßnahmen geplant, wie Katharina J. Schneider, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Museumsleiterin Maja Peers, mitteilten.

So soll es neben den Stickern auch Schalbretter geben, die ebenfalls mit Texten Theodor Fontane versehen sind und in den kommenden Wochen das Stadtbild ergänzen.

Überraschende Begegnung mit Fontane auf „stillen Örtchen“

Sie sollen vor insgesamt 20 geschichtsträchtigen Orten wie dem Geburtshaus Fontanes und dem alten Gymnasium stehen. Am 21. April, Ostersonntag, lädt das Museum Neuruppin auf seinem Parkplatz dazu ein, 40 Bretter mit Lieblingsworten individuell zu gestalten.

Auch die Toiletten im Museum Neuruppin haben bunte Klebefolien erhalten, die durch Kritzeleien an Türen von öffentlichen WCs angeregt wurden. Quelle: Fabian Lamster

„Auch an einigen Toiletten wird etwas passieren“, sagt Museumsleiterin Maja Peers. Die stillen Örtchen im Museum, im Stadtgarten und in der Kulturkirche ermöglichen demnach eine unerwartete Begegnung mit Fontane, indem dort bunt gestaltete Klebefolien mit Auszügen aus Fontanetexten im Stil von Kritzeleien angebracht werden.

Von Celina Aniol und Fabian Lamster

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