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Neuruppin MHB: Land will Ärztestudium fördern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin MHB: Land will Ärztestudium fördern
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16:21 24.05.2019
Markus Deckert ist Dekan der MHB. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Der Protest ist nicht ungehört verhallt: Die Medizinische Hochschule Brandenburg MHB soll künftig dauerhaft vom Land bezuschusst werden. „Wir sind mittlerweile soweit, dass die institutionelle Förderung durch das Land geprüft wird. Das wäre ein starkes und wichtiges Bekenntnis des Landes und eine erfreuliche Entwicklung. Damit würden wir den Medizin- und Gesundheitsstandort Brandenburg stärken und die Hochschule gut aufstellen und insbesondere im Forschungsbereich weiter voran bringen“, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU). Verhandelt werde darüber bereits seit dem 6. November 2018. Da hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit seinem ganzen Kabinett in der Havelstadt getagt. Ein weiteres Gespräch soll es im Juli geben.

MHB Brandenburg mit neuem Schriftzug Quelle: JACQUELINE STEINER

Das bestätigt Staatskanzleisprecher Florian Engels: „Eine institutionelle Förderung der MHB in der nächsten Legislatur wird geprüft und damit in Aussicht gestellt. Details hierzu sind naheliegenderweise noch offen. Es wird dazu weitere Abstimmungen mit den Trägern der MHB geben.“ Ähnliches hatte Woidke in dieser Woche bei einem Wahlkampftermin angedeutet. Im Industriemuseum sagte er, dass künftig noch mehr Studenten an den MHB-Standorten in Brandenburg an der Havel und in Neuruppin studieren könnten, weil der Bedarf an Medizinern so hoch sei.

Wie könnte eine dauerhafte Förderung aussehen? MHB-Dekan Markus Deckert macht eine relativ einfache Rechnung auf: „Ein Studienplatz kostet 250.000 Euro, darin enthalten sind Mittel für die Lehre und für die Forschung.“ Werde die Zahl der Studierenden von 48 auf 96 erhöht, ergäbe sich eine Fördersumme von 24 bis 25 Millionen Euro. Der Landrat von Ostprignitz-Ruppin Ralf Reinhardt (SPD) hatte jüngst einen Finanzbedarf von annähernd 30 Millionen Euro ins Spiel gebracht.

Wäre die Finanzierung derart auskömmlich, könnten die Träger der MHB auch auf Studiengebühren verzichten, die bislang erhoben werden. Dann könnte auch die Förderung der Forschung auf ein Niveau gehoben werden, das dem einer staatlichen Hochschule entspricht. Doch das sei Verhandlungssache mit dem Land, das in das Trägerkonstrukt einsteigen könne, sagt Deckert. In einer Minimalvariante könnte das Land auch mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag um zehn Millionen Euro einsteigen.

Bislang gibt es aus Potsdam jährlich gerade mal 1,6 Millionen Euro für vier Forschungsprofessuren in einem so genannten Gesundheitscampus. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Potsdam, der BTU Cottbus-Senftenberg und der MHB, mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung im Land sicherzustellen.

Von André Wirsing

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