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Neuruppin Kostenlose Bustickets für Schüler in Ostprignitz-Ruppin
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17:18 27.09.2019
Kinder – hier bei der Busschule – sollen Busse und Bahnen kostenlos nutzen können. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Alle Schüler in Ostprignitz-Ruppin sollen im Schuljahr 2020/2021 die Busse und Bahnen im Landkreis kostenlos nutzen können – nicht allein die Fahrten von und zur Schule, sondern auch zu Arbeitsgemeinschaften oder zu Treffen mit Freunden. Das hat Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Donnerstagabend beim Kreistag vorgeschlagen, als er den Entwurf des Kreishaushaltes für das Jahr 2020 einbrachte.

„Wir gehen damit ein Wagnis ein“, sagte Reinhardt. Denn niemand wisse, wie gut das Angebot angenommen werde und wie teuer es folglich für den Landkreis werde. Reinhardt rechnet vorsorglich mit Kosten von etwa zwei Millionen Euro pro Jahr, die der Landkreis übernehmen werde. Er erwarte jedoch, dass das Land und der Bund ähnliche Ziele verfolgten – schon allein aus Klimaschutzgründen, so Reinhardt.

Offenbar einmaliges Modellprojekt

Zudem sollten mit diesem wohl einmaligen Modellprojekt der Busverkehr im ländlichen Raum gestärkt, die Eltern entlastet und die Flut der sogenannten „Elterntaxis“, bei denen die Kinder mit den privaten Autos von und zur Schule gefahren werden, eingedämmt werden, sagte der Landrat. Auch deshalb hoffe nicht nur auf Nachahmer im Land Brandenburg.

Wolfgang Freese begrüßt den Vorschlag als „absolut erstaunlich“. Quelle: Andreas Vogel

Viele Fraktionen sind noch zurückhaltend

„Die Keimzelle dafür war der Kreistag in Neuruppin“, betonte Freese. Er kündigte an, dass die Bündnisgrünen im Kreistag den Vorschlag des Landrates zu kostenlosen Bustickets für alle Schüler im Landkreis unterstützen werden. Die anderen Fraktionen hielten sich dazu noch zurück. Denn der Entwurf des Haushaltes wird in den kommenden Wochen erst in den Fachausschüssen beraten und soll dann im Dezember beschlossen werden.

Reinhardt geht von weiterhin sprudelnden Einnahmen aus. Allein bei der Einkommens- und Umsatzsteuer rechnet der Landkreis im nächsten Jahr nochmals mit einem Plus von rund 2,7 Millionen Euro. Auch deshalb soll an der Höhe der Kreisumlage, die bei 41 Prozent liegt, nicht gerüttelt werden. Das heißt, die Städte und Gemeinden können über 59 Prozent ihrer Einnahmen weiterhin selbst bestimmen, wofür sie eingesetzt werden.

Kämmerei rechnet mit höheren Einnahmen

Dem Landkreis wird es damit vermutlich nicht schlechter gehen. Die Kämmerei rechnet trotz der gleichbleibenden Kreisumlage mit einer erhöhten Einnahme von etwa 1,8 Millionen Euro. Zu den großen Investitionen im nächsten Jahr zählen die 3,2 Millionen Euro für den Ausbau und die Sanierung touristischer Radwege sowie 2,1 Millionen Euro für das Herrichten von Kreisstraßen.

Von Andreas Vogel

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