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Neuruppin Auszeichnung für 120 Feuerwehrleute
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Auszeichnung für 120 Feuerwehrleute
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21:32 30.11.2019
Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald (l.) gab bei der traditionellen Auszeichnungsveranstaltung seinen Abschied zum 1. Januar bekannt. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Die traditionelle Auszeichnungsveranstaltung verdienter Feuerwehrleute aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Sonnabend im Kyritzer „Waldschlösschen“ war gleichzeitig der Abschied von Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald, der auch den Vorsitz im Kreisfeuerwehrverband zum 1. Januar freigibt.

Nachfolger ist noch nicht bekannt

Wer sein Nachfolger wird, wurde noch nicht gesagt. Hohenwald ist sich aber sicher, dass der nächste Kreisbrandmeister seine Aufgaben genauso gewissenhaft erfüllen wird, wie er selbst. Als Kamerad und Freund will Wolfgang Hohenwald den Feuerwehrleuten im Landkreis auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er war in dieser Region der zweite Kreisbrandmeister seit der deutschen Wiedervereinigung und hatte den Posten von Karl-Heinz Köppen übernommen.

Lob für das Engagement

Hohenwald lobte das große Engagement der Brandschützer. „Es zeigt die Verbundenheit zur Feuerwehr und zu den Mitmenschen“, sagte er und fügte an: „Ihr seid diejenigen, die immer für die anderen da sind.“ Der Kreisbrandmeister hielt es mit den Worten von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der nach einer Sturmflut in Hamburg im Jahr 1962 über die Feuerwehr sagte: „Ich habe sie erlebt als ehrliche Staatsdiener.“ Hohenwald bedauert es, dass die Feuerwehrarbeit nicht immer geachtet wird.

Der Kreisfeuerwehrverband zeichnet zusammen mit dem Landrat einmal im Jahr verdiente Feuerwehrleute aus dem Landkreis OPR aus. Quelle: Sandra Bels

Schlechte Erfahrungen im Dienst

Regelmäßig würden Feuerwehrleute im täglichen Einsatz auch schlechte Erfahrungen machen – unter anderem durch Beschimpfungen oder Behinderungen bei der Arbeit. Es gebe kaum noch eine Hemmschwelle, was Wolfgang Hohenwald sehr bedauernswert findet.

Er ist sich sicher, dass diesem Ehrenamt künftig viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. „Denn Feuerwehrdienst ist schon lange mehr als nur Brände zu löschen“, sagt er. Aus- und Weiterbildungen nehmen einen großen Zeitrahmen in Anspruch sowie Kraft und Ausdauer der Kameraden.

Ausbildungsstunden haben sich gelohnt

Landrat Ralf Reinhardt dankte den Wehrmitgliedern für ihren Einsatz. „Sie sind immer gut vorbereitet, haben die Lage unter Kontrolle, sind gute Partner und genießen Ansehen in der Bevölkerung“, so der Landrat. Er schlussfolgerte, dass sich die unzähligen Stunden der Ausbildung gelohnt haben. Die erfolgt teilweise in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kyritz. Sie soll 2020/21 modernisiert werden. Ein Planungsbüro für den Bau einer größeren Halle zur Unterbringung von Fahrzeugen sei bereits beauftragt worden, so Reinhardt.

Ehrungen in verschiedenen Kategorien

Der Kreisfeuerwehrverbandhat in diesem Jahr 120 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin ausgezeichnet.

Sie wurden für 40, 50, 60, 70 und 80 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt. 80 Jahre dabei ist Walter Holtz aus Herzsprung.

Verliehenwurden ebenfalls das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes, verschiedene Leistungsabzeichen, die Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Gold, Silber und Bronze.

Drei Feuerwehrleute bekamen das Ehrenkreuz in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes.

Das Ehrenzeichen des Landes Brandenburg in Silber am Bande wurde dem Giesenhorster Bernd-Ulrich Asmus verliehen.

Ute Behnicke bekam die Ehrenmedaille der Brandenburger Feuerwehr.

120 Feuerwehrleute aus dem Landkreis bekamen Urkunden und Medaillen. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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