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Neuruppin Fontanes Licht- und Schattenwelt
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12:36 24.11.2019
Fontane am Wegesrand – Lichterspuren zum 200. Geburtstag
Neuruppin

Mütze und Schal hatten Neuruppiner ihrem von Max Wiese geschaffenen Fontane-Denkmal bereits verpasst – nun wurde dem Schreibgerät des Dichters ein funkelndes Licht aufgesetzt.

Alle Jahre wieder im November erscheint ein ganz bestimmter Ort in Neuruppin in einem ganz anderen Licht.

Der diesjährige Lichtworkshop ist dem Dichter Theodor Fontane gewidmet. Kurz vor seinem 200. Geburtstag haben sich Studierende aus Wismar auf den Weg nach Neuruppin gemacht, um Licht in das Dunkel an der Franz-Künstler-Straße zu bringen und den Dichter mit erleuchtenden Ideen die Ehre zu erweisen. „Und mit dem Licht bringt Ihr auch immer einen Teil der Welt nach Neuruppin“, sagte Neuruppins stellvertretender Bürgermeister Arne Krohn, der die Gäste begrüßte.

Masterstudiengang Lichtdesign

Zum ersten Mal ist das Lichtprojekt der Erstsemester-Studenten des internationalen Masterstudiengangs Lichtdesign an der Wismarer Hochschule einer Persönlichkeit gewidmet. In den vergangenen Jahren wurden Orte wie der Tempelgarten, der Neue Markt, der Klappgraben, die Stadtmauer, das Museumsgelände und das Seeufer Neuruppins lichttechnisch in Szene gesetzt.

Begonnen hatte alles 2006. Rund 20 Studenten aus vielen Ländern kommen seitdem jährlich mit ihrem Professor in die Stadt, um mit viel Fantasie und ungewöhnlichem Material Lichtkunstwerke zu schaffen.

„Mittlerweile ist es schon der 14. Workshop und ich fühle mich in Neuruppin schon fast wie zu Hause“, sagte der Hochschullehrer und Lichtdesigner Michael Rohde am Freitagabend. Da er bereits am Mittwoch in Neuruppin war, nutzte er die Zeit, um sich in der Stadt umzusehen. „Neuruppin ist eine echte Perle geworden, eine sehr attraktive Stadt.“

Studenten aus aller Welt

Das fanden auch die Studenten, die unter anderem im Iran, Argentinien und Brasilien zu Hause sind. Dass sie am Vortag bis in die Nacht bei strömendem Regen arbeiteten, nötigte auch dem Professor Respekt ab. „Sie haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Fontane und seinen Werken befasst.“

Am trüben, aber trockenen Novemberabend flanierten Neuruppiner gut gelaunt durch die Grünanlage am Denkmal, um die Ideen zu bewundern. Am Weg entlang leuchteten Fontane-Schriftzüge. Tanzende Besucher warfen ihre farbig angestrahlten Schatten auf Projektionswände.

Goldfolien-Objekte schwebten zwischen den Bäumen, und auf zarten, flatternden Folien schwebten Neuruppiner Gesichter geisterhaft durch den Park. Die Stadt Neuruppin lebt mit ihrem großen DIchter aber auch mit den Menschen, die heute dort zu Hause sind.

Von Cornelia Felsch

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