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Lindower Salus-Klinik will ein Bettenhaus bauen

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15:52 25.06.2021
Die Lindower Salusklinik will auf ihrem Gelände ein neues Bettenhaus errichten. Wo genau, das ist noch offen.
Die Lindower Salusklinik will auf ihrem Gelände ein neues Bettenhaus errichten. Wo genau, das ist noch offen. Quelle: Peter Geisler
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Doppelzimmer sind für Suchtpatienten aus therapeutischer Sicht genau das Richtige, findet Robert Schöneck. So bekommen die Behandelnden schneller eventuelle Rückfälle mit und man geht in dieser Konstellation eine gewisse Verpflichtung auch dem Zimmergenossen gegenüber ein, erklärt der Direktor der Lindower Salus-Klinik. Und trotzdem: Die Reha-Einrichtung will künftig Einzelzimmer auch in diesem Bereich ihres Angebotsspektrums anbieten – und deshalb ein neues Bettenhaus mit rund 90 Zimmern und einigen Funktionsräumen bauen.

Wunsch nach Einbettzimmer befriedigen

Die Reha-Interessenten fragen nämlich vermehrt nach Einzelzimmern. Schöneck kann das verstehen: „Es ist ja auch bequemer und zeitgemäßer.“ Doch im Moment kann seine Klinik nur im Bereich Psychosomatik den Trend bedienen. Dort stehen 92 Betten in je einem Zimmer.

Bei der Behandlung von Suchtpatienten befinden sich die dort insgesamt 181 stehenden Betten hingegen fast nur in Doppelzimmern. Damit die Klinik, die laut Direktor im Moment auf stabilen Füßen steht, bei den Buchungen künftig im Vergleich zu ihrer Konkurrenz nicht den Kürzeren zieht, will sie in diesem Punkt nachbessern. Doch zuvor muss sie einige Hürden nehmen.

Bauaufsicht verlangt einen Bebauungsplan

Bereits 2019 hat sie eine entsprechende Voranfrage bei der Bauaufsicht des Kreises gestellt. Doch anders als bei anderen Bauvorhaben auf ihrem Gelände, gab sich die Behörde diesmal zugeknöpfter: Sie ließ durchblicken, dass sie eine Bebauungsplanung für das gesamte Gebiet sehen will, bevor sie eine Entscheidung trifft, berichtet Robert Schöneck. Das sei auch gesetzlich vorgeschrieben, gibt er zu.

Robert Schöneck leitet die Lindower Salus-Klinik. Quelle: Regine Buddeke

Einen solchen B-Plan will die Klinik nun deshalb auf eigene Kosten entwickeln. Eine Zustimmung dafür hat sie von der Lindower Stadtverordnetenversammlung in dieser Woche bekommen.

Bauprojekt soll Lindower Region stärken

Viele Fragen sind bei dem Projekt aber noch offen. So zum Beispiel, wann die Bauarbeiten starten, wo genau das Bettenhaus auf dem Gelände stehen soll oder wie viel die Arbeiten kosten werden. Fest steht für den Klinik-Direktor, dass das Vorhaben wichtig ist – für sein Haus, aber auch für die Umgebung.

„Wir verstehen es als Sicherung des Klinik-Standorts“, sagt Schöneck. Und somit auch als eine Investition in die Zukunft der Region, die von den rund 160 Arbeitsplätzen deutlich profitiere.

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Von Celina Aniol