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Neuruppin Linienbusse zur Laga nur wenig genutzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Linienbusse zur Laga nur wenig genutzt
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18:15 29.08.2019
Ulrich Steffen ist Chef der Busgesellschaft ORP, die ihren Sitz in Kyritz hat. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin/Kyritz

Während die Organisatoren der Landesgartenschau (Laga) in Wittstock jubeln, weil schon gut einen Monat vor Schließung der Schau 300.000 Besucher in der Dossestadt gezählt werden konnten, runzelt Ulrich Steffen die Stirn. „Das ist nicht zufriedenstellend“, sagt der Chef der kreiseigenen Busgesellschaft ORP.

Nur zwei, bis drei Gäste pro Fahrt

Das Unternehmen hatte extra vor Beginn der Laga, nämlich zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember, sein Angebot erweitert und bietet seitdem auch tägliche Busfahrten von Kyritz nach Wittstock sowie von Rheinsberg nach Wittstock an. Aber in den meisten Fällen transportieren die Busse auf diesen Linien nur Luft von A nach B. Zwischen Kyritz und Wittstock gebe es pro Fahrt lediglich zwei, drei Passagiere; zwischen Rheinsberg und Wittstock vielleicht eine Handvoll, sagt Steffen.

Der Buschef weiß selbst nicht genau, woran die mangelnde Nachfrage liegt. „Es wird doch immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig der Busverkehr ist.“ Trotzdem sei es auch gemeinsam mit den Veranstaltern nicht gelungen, die Autofahrer dazu zu bringen, ihr Gefährt stehen zu lassen und stattdessen mit dem Bus zur Laga zu fahren – obwohl auch in den Tourismusbüros der Region über die Busse zur Laga nach Wittstock informiert worden sei, so Steffen.

Busgesellschaft fährt Miese ein

„Wir wünschen uns, dass die Busse mehr angenommen werden“, sagt auch Ina Muhß. Die Wittstocker SPD-Frau sitzt nicht nur im Kreistag in Neuruppin, sondern ist ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Busgesellschaft.

„Wenn die Angebote nicht angenommen werden, werden sie wieder abgeschafft“, betont Buschef Steffen. Schließlich ist die Busgesellschaft ein Wirtschaftsunternehmen. Zwar musste der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren der ORP keine Zuschüsse zahlen. Aber diese Zeiten sind vorbei. Schon im vergangenen Jahr hat die Busgesellschaft ein Minus von knapp einer Million Euro eingefahren, sagt Muhß. Zudem gebe es immer neue Anforderungen: Absenkautomatik für das leichtere Ein- und Aussteigen gehören ebenso dazu wie Klimaanlage und Internetempfang.

Dass verlässliche und gut getaktete Busverbindungen durchaus geschätzt und angenommen werden, weiß der ORP-Chef. „Wir haben täglich über 1000 Fahrgäste auf den Plusbus-Linien“, sagt Steffen. Tendenz steigend. Er führt das auch darauf zurück, dass die Fahrgäste von Plusbussen innerhalb von 15 Minuten Anschluss an ihren nächsten Bus oder die Bahn haben.

Von Andreas Vogel

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