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Neuruppin Mal einfach einen Roboter programmieren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mal einfach einen Roboter programmieren
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18:08 29.10.2019
Projektleiter Engin Öztürk (l.) mit Hannes und weiteren Elftklässlern des Neuruppiner Schinkelgymnasiums bei Roboter Bo. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Bo blinkt zwar, aber er rührt sich nicht. Hannes (17) aus Garz schaut noch mal auf die Anleitung, die neben dem kleinen Roboter auf einem der Bildschirme abrufbar ist. Woran liegt es, dass sich Bo nicht in Bewegung setzt?

Engin Öztürk ist schnell zur Stelle. Der 45-jährige Ingenieur und Pädagoge ist Projektleiter in dem ungewöhnlichen Gefährt, das noch bis Mittwoch auf dem Parkplatz vor der Neuruppiner Arbeitsagentur steht – und vollgestopft ist mit modernster Technik. „Touch tomorrow“ – berühre die Zukunft – heißt das Ganze.

Die Flugangst besiegen

„Die Schüler sollen sehen, welche Perspektiven sie haben, wenn sie einen der Mint-Berufe erlernen“, sagt Engin Öztürk. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit Jahren werden in diesen Bereichen schon Fachkräfte gesucht.

Deshalb gibt es auch den Touch-tomorrow-Truck. Das zweistöckige Gefährt will Schüler in ganz Deutschland für Bildungs- und Berufswege im Mint-Bereich begeistern, indem auf gut 100 Quadratmetern Zukunftstechnologien selbst erlebt und ausprobiert werden können.

Dabei geht es nicht allein darum, auf spielerische Weise den Roboter Bo zu programmieren, sondern auch Erfahrungen zu sammeln, was beispielsweise alles mit einer Virtuell-Reality-Brille (VR-Brille) möglich ist: Maschinen auseinanderbauen, operieren, zeichnen, die Flugangst bezwingen.

Acht Stationen zur Auswahl

„Das ist ein modernes Hightech-Labor, das super innovativ ist“, sagt Klaus Nitsche. Der Fachkonferenzleiter für Mathe am Neuruppiner Schinkelgymnasium prüft am Dienstag mit seiner Klasse 11 c die Angebote und ist sehr angetan. „Für jede Gruppe gibt es einen Betreuer.“

Zudem bestehen die Gruppen gerade mal aus drei oder vier Schülern. Damit kann schnell jede Frage beantwortet werden – egal, ob es an einer der insgesamt acht Stationen um die Mobilität der Zukunft oder um die Verschlüsselung von Daten geht.

Die Virtuell-Reality-Brillen können viel Spaß bereiten. Quelle: Andreas Vogel

„Ich hätte nicht gedacht, dass der Truck so modern und so groß ist“, sagt Nina Wunderlich. Die 16-jährige Neuruppinerin hat sich noch nicht entschieden, welchen Beruf sie nach der Schule ergreifen will. Er soll „nicht so viel mit Informatik“ zu tun haben, sagt sie. Besonders angetan war Nina von den Möglichkeiten der VR-Brille.

Diese fand auch Hannes „cool“. Der Garzer will nach der Schule irgendwas mit Mathe machen, vielleicht Roboter programmieren und dadurch beim Erforschen der Meere helfen. Oder Gesundheitsroboter erfinden, die den Menschen im Alter unterstützen.

Stiftung wurde 1987 gegründet

Etwa 200 Schüler aus neun Klassen des Schinkelgymnasiums und der Evangelischen Schule konnten sich in Neuruppin in dem Truck mit Zukunftstechnologien und möglichen Ausbildungen nach der Schule beschäftigen. Die Neuruppiner Arbeitsagentur hat einen Teil der Kosten dafür übernommen.

Der Truck, der zuvor in Lübbenau Station machte, ist ein Angebot der Hans-Riegel-Stiftung. Diese wurde 1987 von dem Unternehmer Hans Riegel gegründet, der bis zu seinem Tod die Süßwarenfirma Haribo betrieb. Die nächsten Stationen sind Rüsselsheim (Hessen) und Leipzig (Sachsen).

Roboter Bo kann sich bewegen, mit den Händen greifen, kleine Dinge transportieren und die Augenfarbe wechseln. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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