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Neuruppin Die Medizin-Hochschule baut um
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01:15 28.03.2019
Die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) bildet seit 2015 angehende Ärzte und Psychologen aus. Jetzt kommt eine Fakultät für Gesundheitswissenschaften hinzu. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Hinter den Kulissen der Medizinischen Hochschule in Neuruppin (MHB) rumort es. Die drei größten Partner, die hinter der kommunalen Hochschule stehen – die Ruppiner Kliniken in Neuruppin, das Städtische Klinikum in Brandenburg (Havel) und die Immanuel-Diakonie Berlin – sind sich bei weitem nicht in allen Punkten einig.

Gerade erst hat es in der Hochschulleitung grundsätzliche Veränderungen gegeben. Der bisherige Dekan und quasi Hochschulleiter Edmund Neugebauer ist nun Präsident der MHB. An seiner Seite steht weiterhin Martin Pangritz als kaufmännischer Geschäftsführer und künftiger Kanzler der MHB.

An der Spitze steht jetzt ein Präsident

Neugebauers vorherige Rolle als Leiter der Medizinerausbildung und damit Dekan hatte vorübergehend Gerhard Danzer aus Neuruppin wahrgenommen. Inzwischen wurde er jedoch abgelöst. Neuer Dekan der medizinischen Fakultät ist Markus Deckert vom Klinikum in Brandenburg (Havel).

Karsten-Henrich Weylandt aus Neuruppin wurde am vergangenen Donnerstag zum Prodekan und damit Verantwortlichen für die Forschung an der MHB gewählt. Die Stelle des Prodekans für die Lehre konnte noch nicht besetzt werden. Darüber soll der Fakultätsrat am 1. April entscheiden, sagt der Hochschulsprecher Eric Hoffmann.

Zusammenarbeit mit Cottbus-Senftenberg und Potsdam

Die Einführung eines Präsidenten hängt mit einer veränderten Ausrichtung der Hochschule zusammen. „Wir sind keine reine medizinische Hochschule mehr“, sagt Hoffmann. Im vergangenen Jahr hat die Hochschule zusammen mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und der Universität Potsdam eine Fakultät für Gesundheitswissenschaften gegründet. Die Initiative dazu ging von der Landesregierung in Potsdam aus.

Die drei Hochschulen sollen gemeinsam Konzepte entwickeln, wie die Versorgung der Menschen im Land Brandenburg dauerhaft gesichert und verbessert werden kann. Dafür bezahlt das Land insgesamt 16 Professorenstellen, vier davon an der MHB in Neuruppin. Verteilt über vier Jahre kann die MHB mit einem Zuschuss von 6,4 Millionen Euro aus der Landeskasse rechnen.

Millionen-Investitionen in Brandenburg und Neuruppin

In der neuen Fakultät sollen Fachleute für Gesundheitswissenschaften ausgebildet werden. Entsprechende Studienangebote bereiten die drei Hochschulen in den nächsten Monaten vor.

Unstimmigkeiten gibt es hinter den Kulissen offenbar über die Finanzierung der Forschung an der Hochschule und auch über das Engagement der einzelnen Gesellschafter. Dem Vernehmen nach ist das Städtische Klinikum Brandenburg (Havel) enttäuscht über das Engagement der Neuruppiner für die Hochschule.

In Brandenburg wurden gerade moderne Laboreinrichtungen für rund zehn Millionen Euro für die Studenten geschaffen. Etwas Ähnliches gebe es für die Ausbildung in Neuruppin nicht, lautet die unterschwellige Kritik. Allerdings haben die Ruppiner Kliniken rund sieben Millionen Euro in die Sanierung ihres Hauses D gesteckt, um den ehemaligen Maßregelvollzug zu einem Haus für die Medizinische Hochschule umzubauen – mit Laboren.

 Lesen Sie dazu auch den Kommentar von MAZ-Redakteur Reyk Grunow.

Von Reyk Grunow

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