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Neuruppin Mehr Betten auf der Intensivstation
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mehr Betten auf der Intensivstation
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18:46 03.01.2020
Der Klinik-Geschäftsführer Matthias Voth (l.) und der Chefarzt Erik Weidmann an einem der Betten in der Notfallaufnahme. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Zum 1. Juli soll an den Ruppiner Kliniken ein integriertes Notfallzentrum (INZ) starten, das die Notfallambulanz entlastet, indem niedergelassene Ärzte Patienten mit weniger dringenden Beschwerden gleich vor Ort untersuchen und behandeln.

Demnach sollen in den nächsten Monaten für die ambulante Untersuchung im Eingangsbereich der zentralen Notaufnahme noch einige Zimmer hergerichtet werden, kündigten am Freitag der Klinikchef Matthias Voth und Erik Weidmann, Chefarzt der zentralen Notaufnahme des Neuruppiner Krankenhauses, an. Demnach ist die Neuordnung unter dem Dach der Kliniken sowohl mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als auch mit niedergelassenen Ärzten abgesprochen.

Notfallversorgung unter einem Dach

„Wir sind seit einem Jahr im Gespräch“, sagte Voth. Das Ergebnis sei ein „eigenes Neuruppiner Modell“. Jedoch werde es noch mal ein Treffen mit der KV geben, so Voth.

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte zunächst skeptisch auf die Pläne des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) für integrierte Notfallzentren reagiert und darauf verwiesen, dass eine bessere Patientensteuerung dank der Bereitschaftsdienst-Reform schon über eine gemeinsame Leitstelle und die engere Zusammenarbeit von Kliniken und niedergelassenen Ärzten möglich sei. Als Vorreiter dafür wurden Brandenburg (Havel), Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Königs Wusterhausen, Potsdam und Templin genannt. Auch die Ruppiner Kliniken hatten sich zunächst für dieses Modell interessiert. Doch hatte sich Chefarzt Weidmann dann bereits vor einem Jahr für ein integriertes Notfallzentrum ausgesprochen – weil damit die Notfallversorgung unter einem Dach organisiert wird.

Aus zwei Intensivstationen wurde eine

Die Ruppiner Kliniken haben wegen Spahns Reformen die zwei bisherigen Intensivstationen zu einer zusammengelegt und die Zahl der Bettenplätze, an denen Patienten beatmet werden können, von 16 auf 20 erhöht. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Klinikchef Voth. Viele Krankenhäuser hätten die Zahl ihrer Betten auf der Intensivstation sogar wegen der gestiegenen Anforderungen des Bundes zum Personalschlüssel und den damit verbundenen Kosten reduziert. In der Nacht darf sich ein Pfleger auf der Intensivstation um rechnerisch 3,5 Patienten kümmern, tagsüber um 2,5 Patienten.

Obwohl die Ruppiner Kliniken nun mehr Betten auf der Intensivstation haben, ist der Belegungsgrad nicht gesunken. „Angestrebt wird eine Auslastung von 85 bis 95 Prozent, wir liegen bei 90 Prozent“, sagt Erik Weidmann.

2019 gab es etwa 4000 akute Fälle

Laut dem Chefarzt hat in den vergangenen Jahren die Zahl der Patienten stetig zugenommen, die wegen eines Herzinfarktes, eines Schlaganfalles oder wegen Unfallverletzungen in Neuruppin eingeliefert werden. Allein im vergangenen Jahr waren es laut Weidmann etwa 4000 Fälle von akut lebensbedrohlich Erkrankten.

Kritisch sehen Weidmann und Voth, dass es niedergelassenen Ärzten weiterhin überlassen ist, wohin sie Patienten überweisen – und dass nicht auf das nächstgelegene Krankenhaus mit der höchsten Stufe der Notfallversorgung verwiesen wird.

Land prüft externes Gutachten

Unklar ist zudem immer noch, ob und wann in Neuruppin ein ständiger Rettungshubschrauber stationiert wird. „Zeit ist Leben“, so Matthias Voth und deshalb sei ein Rettungshubschrauber unschlagbar.

Dem Land liegt seit Ende August ein externes Gutachten vor, das sich für einen ständigen Rettungshubschrauber in Neuruppin ausspricht. Das Papier wird derzeit geprüft.

Von Andreas Vogel

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