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Neuruppin Mehr Frauen erkranken an multipler Sklerose
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mehr Frauen erkranken an multipler Sklerose
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15:32 28.05.2019
Andreas Bitsch, Chefarzt für Neurologie in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin Quelle: Photograph: Peter Lueck
Neuruppin

Die Zahl der Frauen, die an multipler Sklerose erkranken, nimmt zu. Früher habe das Verhältnis bei 2:1 gegenüber Männern gelegen, inzwischen betrage es 3:1, sagt Andreas Bitsch, Chefarzt in den Ruppiner Kliniken, anlässlich des weltweiten MS-Tages. Dieser wird seit elf Jahren am 30. Mai begangen – um über multiple Sklerose (MS) aufzuklären.

Viele unsichtbare Symptome

Die neurologische Erkrankung, bei der Patienten über Blasenstörungen, Depressionen, Erschöpfung und Aufmerksamkeitsdefizite klagen, ist weltweit bislang nicht heilbar. Trotz jahrelanger Forschung ist ebenso noch unklar, was die Ursachen für multiple Sklerose sind und warum der Frauenanteil an MS-Patienten zuletzt gestiegen ist, so Bitsch.

„Es gibt über 100 Gene im Erbgut, die das Risiko erhöhen, an multipler Sklerose zu erkranken“, sagt der Experte. Zu den Risikofaktoren gehören demnach ebenfalls Übergewicht und das Rauchen. Allerdings habe die Schulmedizin in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht, damit MS-Patienten besser mit ihrer Krankheit leben könnten. Neben den verbesserten Medikamenten könne auch regelmäßiger Sport dazu führen, den Zustand der MS-Patienten zu stabilisieren, betont Bitsch. Ob Diäten ebenfalls den Krankheitsverlauf beeinflussen, sei indes noch nicht belegt.

Jährlich 250 MS-Patienten an den Ruppiner Kliniken

Bekannt ist, dass die Lebenserwartung von MS-Patienten nur leicht geringer ist als die der Menschen ohne multipler Sklerose. Das liegt womöglich auch daran, weil die Krankheit inzwischen schneller erkannt wird. Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose dauert es heutzutage im Schnitt drei Jahre. Früher waren es fünf bis acht Jahre.

Das Neuruppiner Krankenhaus behandelt jedes Jahr rund 250 MS-Patienten. Einige von ihnen kommen alle drei Monate zur Behandlung, manche nur einmal im Jahr, so Bitsch.

Von Andreas Vogel

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