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Neuruppin Die Fischbänkenstraße soll enger werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Die Fischbänkenstraße soll enger werden
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17:03 04.12.2019
In Höhe der Stadtmauer ist die Fischbänkenstraße bereits eingeengt. Dort fahren viele Autos langsamer, haben Kontrollen gezeigt. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Zusätzliche Poller sollen in der Neuruppiner Fischbänkenstraße für mehr Sicherheit sorgen. Die Stadtverwaltung will die Fahrbahn an mehreren Stellen enger machen und hofft, dass das Autofahrer dazu bringt, langsamer zu fahren.

Die Poller sind eine Reaktion auf Beschwerden von Neuruppiner. Schon vor Monaten hatte sich ein Anwohner an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt. Ronny Hein fordert eigentlich, dass der abgesenkte Poller am Ende der Fischbänkenstraße hochgefahren wird. Dann könnten Autos nicht mehr durch die Straße zum See fahren. Hein hofft, dass sich dann der Verkehr in der Fischbänkenstraße deutlich beruhigt.

Der Anwohner hält die Situation in der Pflasterstraße für untragbar. Zwar ist die Fischbänkenstraße eigentlich als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen und Autos dürften dort deshalb nur mit Schritttempo fahren. Doch eine Messung der Stadtverwaltung hat ergeben, dass ich die wenigsten daran halten.

Einige Fußgänger fühlen sich in der Fischbänkenstraße von Autos bedrängt. Quelle: Reyk Grunow

Zwar fahren bei Weitem nicht so viele Autos durch die Straße, wie mancher Nachbar dort meint, räumt Neuruppins Baudezernent Arne Krohn ein, der selbst an der Straße wohnt. Doch die Fahrzeuge, die die Straße benutzen, hielten sich zu selten an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Es gibt sehr verschiedenen Gerichtsurteile, die sagen, wie schnell „Schrittgeschwindigkeit“ eigentlich ist. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass maximal 15 Kilometer pro Stunde in der Fischbänkenstraße zulässig wären. Im Durchschnitt fahren Autos im Bereich des neuen Marktes aber 25 Stundenkilometer, sagt Krohn.

Die Kontrollen der Stadt an fünf Tage hatte aber auch gezeigt, dass die meisten Autos im Bereich des abgesenkten Pollers deutlich langsamer sind. Sicher auch, weil die Durchfahrt dort wegen der seitlichen Poller viel schmaler ist als in der restlichen Straße.

Ein Test soll Anfang 2020 starten

Im Bauausschuss hatten sich deshalb schon einige Abgeordnete gefragt, ob weitere Poller im verlauf der Straße vielleicht helfen würden. Genau das will die Stadtverwaltung jetzt testen.

Anfang 2020 sollen dazu zunächst Warnbaken als provisorische Hindernisse in zwei oder drei Stellen links und rechts der Fahrbahn aufgestellt. Sollten die sich nach einigen Monaten bewährt haben, könnte auch dauerhafte Poller installiert werden. Immer vorausgesetzt, die Verkehrsbehörde beim Landkreis stimmt zu.

Nachdem sich das Petitionsverfahren schon so lange hinzieht, soll es jetzt, möglichst zügig weitergehen. „Ich will die Maßnahme möglichst zügig in die Testphase bringen“, sagt Krohn.

Ein Modell auch für die Friedrich-Ebert-Straße?

Er hofft, dass der Versuch in der Fischbänkenstraße auch für eine andere Strecke in der Altstadt eine Lösung bringt. In diesem Jahr hatten sich Anwohner der Friedrich-Ebert-Straße mit der Idee im Bürgerhaushalt durchgesetzt, den Verkehr in ihrer Straße „durch bauliche Maßnahmen“ zu beruhigen. Bisher war jedoch völlig unklar, wie das aussehen könnte.

Schwellen auf das Pflaster zu schrauben lehnt die Stadtverwaltung ab. Erfahrungsgemäß hilft es, das Pflaster über mehrere Meter etwas zu erhöhen, also eine Art Kissen aufzupflastern. Das Hoch- und runterfahren zwingt Autos automatisch zum Bremsen. „Mit solchen Hindernissen haben aber auch der Rettungsdienst und der Feuerwehr Probleme“, sagt Arne Krohn.

Petitionsausschuss wartet auf Reaktion aus Neuruppin

Außerdem ist der Umbau der Fahrbahn relativ teuer. Teurer jedenfalls als neue Poller aufzustellen, die die Durchfahrt enger machen.

Ronny Heins Petition ist mit dem Versuch in der Fischbänkenstraße zwar nicht vom Tisch. Aber immerhin kann die Stadtverwaltung dem Petitionsausschuss im Landtag mitteilen, dass sie konkret an einer Lösung arbeitet. In den vergangenen Monaten hatte der Ausschuss mehrfach im Rathaus nachgefragt, wie die Stadt auf die Beschwerde zu reagieren gedenkt.

Von Reyk Grunow

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