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Neuruppin Mit Feueralarm zum Blaulichttag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mit Feueralarm zum Blaulichttag
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15:19 08.08.2019
Wer kann den Roller- und Fahrradparcours meistern, ohne dass ein Kegel umfällt? Das Interesse an diesem Test war am Donnerstag groß in Alt Ruppin. Quelle: Andreas Vogel
Alt Ruppin

 Was für eine Aufregung, welch ein Gewusel: Der erste sogenannte Blaulichttag an der Grundschule Alt Ruppin, bei der Feuerwehr, Polizei und Sanitäter ihre Arbeit präsentierten und zum Mitmachen eingeladen hatten, ist sowohl bei den Mädchen und Jungen als auch bei den Lehrern bestens angekommen.

In gut zwei Minuten die Schule geräumt

„Ich habe einfach eine Idee von einer Wittstocker Schule aufgegriffen“, sagte Schulleiterin Katrin Janicke. Von Vorteil sei dabei gewesen, dass die Schule Am Weinberg eine gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und den Revierpolizisten in Alt Ruppin pflegt. Doch einen gemeinsamen Projekttag, bei dem sogar auch noch Sanitäter zeigen, wie Verletzte schnell und sicher medizinisch versorgt werden, das gab es bisher noch nicht an der Grundschule.

Völlig überraschend für die insgesamt 135 Mädchen und Jungen an der Alt Ruppiner Schule hatte ihr Tag mit einem Feueralarm begonnen. „Eine Alarmübung war sowieso in diesem Schuljahr geplant. Also haben wir gleich den Projekttag damit eröffnet“, sagte Katrin Janicke.

Die Kinder, die von dem Alarm nichts wussten, reagierten wie erhofft: Nach zwei Minuten und zehn Sekunden war das komplette Schulhaus geräumt. „Das ist sehr in Ordnung“, freute sich die Schulleiterin.

Bei der Feuerwehr konnten die Kinder auch testen, wie schnell sie mit einem Wasserstrahl Büchsen treffen. Quelle: Andreas Vogel

Auch André Lehmann zeigte sich von der Ruhe und der Disziplin der Mädchen und Jungen angetan. Der Neuruppiner Feuerwehrmann erklärte den Grundschülern, warum es so wichtig ist, auch bei Gefahrensituationen die Ruhe zu bewahren und den Überblick nicht zu verlieren. Schließlich soll im Brandfall kein Kind vergessen werden, dass vielleicht gerade auf Toilette ist.

„Ist das eine echte Pistole?“, „Habt ihr auch Tränengas?“, „Darf ich den Polizeihelm probieren?“ – Polizeihauptmeister Egbert Senz konnte sich kaum vor den vielen Fragen der Alt Ruppiner Grundschüler retten.

Der Beamte erklärte das Funkgerät und das Polizeiauto und ließ dabei zur Freude der Kinder auch mal kurz die Sirene ertönen. „Es ist toll, wenn die Kinder in der Schule nicht nur zuhören müssen, sondern auch selbst was drücken und testen können“, sagte Lehrerin Kathrin Plagemann.

Helm, Mütze, Schlagstock, Funkgerät: Viele Jungen interessierten sich für die Polizei. Quelle: Andreas Vogel

Geschicklichkeit war indes wenige Meter weiter auf dem Sportplatz gefragt. Dort war mit Kegeln und Spurbrettern ein kleiner Parcours aufgebaut, der mit Fahrrad oder Roller gemeistert werden konnte.

Auch Notfallsanitäter Kay Gerhardt brauchte sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Viele Kinder wollten mal auf einer Rettungstrage liegen, andere interessierten sich für die spezielle Manschetten im Auto, die Verunglückten nach Verletzungen an der Wirbelsäule vorsichtshalber angelegt werden.

„Die meisten Erstklässler sind cleverer als viele denken“, sagte Kay Gerhardt. Schon deshalb sei die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen „grundsätzlich eine gute Sache“, so der Kränzliner, der ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) arbeitet.

Wegen des großen Zuspruchs überlegt die Grundschule, ob der Blaulichttag in Alt Ruppin in zwei Jahren wiederholt werden kann.

Wie liegt es sich auf einer Rettungstrage? Auch das konnten die Grundschüler in Alt Ruppin testen. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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