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Neuruppin Leiche lag tagelang in Mülltonne: Prozess beginnt im Mai
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Leiche lag tagelang in Mülltonne: Prozess beginnt im Mai
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00:30 12.04.2018
Am Tatort in Radensleben: Die Leiche wurde in einer Mülltonne gefunden. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Der Prozess gegen die zwei Männer, die im August in Radensleben einen 54 Jahre alten Mann auf grausame Weise getötet haben sollen, wird am 18. Mai am Landgericht Neuruppin beginnen, sagte Gerichtssprecherin Iris le Claire am Montag. Demnach sind sieben Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll am 27.  Juni gefällt werden.

Ermittler gehen von Mordlust aus

Die 21 und 36 Jahre alten Männer müssen mit langen Freiheitsstrafen rechen. Gehen doch die Ermittler davon aus, dass sie gemeinschaftlich getötet haben. Der Ältere der beiden soll dabei aus Mordlust gehandelt haben.

Der Tod des 54-Jährigen hatte im Sommer die gesamte Region erschüttert. Denn die arg zugerichtete Leiche des Mannes war nach einem Hinweis in einer Mülltonne gefunden worden, die in der Wohnung des 36-Jährigen stand. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann, der in einem nahe gelegenen Heim wohnte, nach einem Streit in der Wohnung des 36-Jährigen getötet wurde. Demnach hatte er sich dort wohl des Öfteren mit den zwei Männern getroffen.

Die Leiche lag mehrere Tage in der Mülltonne, bevor sie gefunden wurde

Der 21-Jährige hat bereits gegenüber der Polizei eingeräumt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Haupttäter soll aber der 36-Jährige gewesen sein, in dessen Wohnung die Leiche gefunden wurde. Der 36-Jährige schweigt zu den Vorwürfen.

Die Tat, die Mitte September ans Licht kam und vermutlich Ende August verübt worden war, hatte für großes Entsetzen gesorgt – zum einen, weil die Leiche wohl schon mehrere Tage in der Mülltonne in der Wohnung lag, zum anderen, weil sie sowohl Folgen von stumpfer Gewalt als auch zahlreiche Stichwunden aufwies. Welche der Verletzungen schließlich zum Tod führten, das ist bisher offen, ebenso warum es zwischen den drei Männern eigentlich zum Streit kam.

Gericht hat die Untersuchungshaft verlängert

Die zwei Verdächtigen sitzen seit September in Untersuchungshaft, der 36-Jährige in der Stadt Brandenburg, der 21-Jährige in der JVA in Wulkow. Die Männer bleiben vorerst auch weiterhin in Untersuchungshaft. Diese soll zwar eigentlich nur sechs Monate dauern, das Oberlandesgericht hat die Haft für die zwei Verdächtigen aber um drei Monate verlängert.

Mord kann in Deutschland mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet werden.

Von Andreas Vogel

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