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Neuruppin Zehn Millionen Euro für schönere Wohnungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Zehn Millionen Euro für schönere Wohnungen
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00:21 05.01.2019
Mit großem Aufwand hat die NWG den ersten Wohnblock in der Brunos-Salvat-Straße in Neuruppin umbauen lassen, neue Treppenhäuser inklusive. Jetzt ist der nächst Block dran. Kosten: rund drei Millionen Euro. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Für die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) wird es ein Jahr der Bauarbeiten. Das Unternehmen will in den nächsten zwölf Monaten rund zehn Millionen Euro investieren. „Das ist so ziemlich die höchste Investitionssumme seit Jahren“, sagt NWG-Geschäftsführer Robert Liefke.

Die NWG ist der größte Vermieter im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Das städtische Unternehmen verwaltet etwa 3700 eigene Wohnungen und zusätzlich etwa 1000 Wohnungen anderer Eigentümer.

Größtes Vorhaben in diesem Jahr dürfte die Sanierung des Wohnblocks an der Bruno-Salvat-Straße 4 bis 6 in Neuruppin sein. Rund drei Millionen Euro stehen dafür im Wirtschaftsplan des Unternehmens.

Umbau sorgt für viele neugierige Blicke

Den Nachbarblock hatte die NWG bereits in den vergangenen Jahren mit großem Aufwand auf den neuesten Stand bringen lassen. Die Fassade wurde gedämmt, die Wohnungen modernisiert, Fußbodenheizung inklusive. Um Fahrstühle einbauen zu können, hat das Unternehmen die Treppenaufgänge völlig neu bauen lassen. Teile der Fassade mussten dazu aus den Betonwänden herausgeschnitten werden. „Das hat ganz schön für Aufsehen gesorgt“, sagt Robert Liefke.

Während des Umbaus hatte sich herausgestellt, dass die Trennwände aus Beton in den Wohnungen in schlechtem Zustand waren. Sie mussten zum Teil abgerissen und durch Gipskartonwände ersetzt werden; dadurch konnte auch der Grundriss in den Wohnungen verändert werden.

Mix aus günstigen Wohnungen und welchen mit mehr Komfort

Der Umbau war aufwändig und hat lange gedauert, jetzt ist er aber so gut wie beendet. Ende Januar oder Anfang Februar sollen die ersten umgebauten Wohnungen bezugsfertig sein.

Mieter aus dem benachbarten Plattenbau an der Bruno-Salvat-Straße 4 bis 6 sollen dort einziehen können. Wenn sie denn wollen und es sich leisten können, denn die neuen Leistungen haben auch ihren Preis. Die NWG setzt auf einen Mix aus vergleichsweise preiswerten Wohnungen und Wohnungen mit mehr Komfort und höherer Miete.

Gerade erst hat ein Vergleich des Verbandes der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) gezeigt, dass es nach wie vor relativ günstig ist, in Neuruppin zu wohnen. Die mittlere Nettokaltmiete bei den Wohnungsunternehmen in den größeren Orte des Landes liegt zwischen 4,42 Euro pro Quadratmeter in Pritzwalk und 6,13 Euro in Teltow. In Neuruppin betrugt sie laut dem Vermieterverband Ende 2017 etwa 4,67 Euro, die NWG liegt darunter. Im Landesdurchschnitt wurden nach dem Marktmonitor des BBU 5,03 Euro fällig.

Neubau an der Junckerstraße beginnt bald

Die NWG modernisiert nicht nur bestehende Wohnungen. An der Junckerstraße könnten sich demnächst die Baukräne für einen Neubau drehen. Gerade habe die Kreisverwaltung bestätigt, dass alle Unterlage für die neue „Fischbüchse“ dort vorliegen, sagt Robert Liefke. Er rechnet demnächst mit der Baugenehmigung.

Neben Büros und weiteren Räumen für die Initiative Jugendarbeit und ihren Jugendtreff „Fischbüchse“ sind auf dem Grundstück an der Ecke Juncker- und Thomas-Mann-Straße in zwei nebeneinander liegenden Gebäuden etwa 15 Wohnungen geplant, einige eigens für Auszubildende oder Studenten. 2020 sollen sie fertig sein.

Von Reyk Grunow

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