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Neuruppin Was wird aus der Neuruppiner Gentzschule?
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18:45 23.04.2019
Neuruppin will die Gentzschule umfassend sanieren, die Turnhalle abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Der geplante Umbau der Neuruppiner Wilhelm-Gentz-Schule könnte auch für die städtische Wohnungsbaugesellschaft NWG ein Problem werden. Zumindest wird der Umbau das Unternehmen wohl mehr kosten, als bisher bekannt.

Dass sich die NWG an den Kosten für den Schulumbau beteiligen kann, steht für Geschäftsführer Robert Liefke außer Frage. Die Stadtverwaltung hat vorgesehen, dass die Wohnungsgesellschaft statt bisher 100.000 Euro im Jahr für den Umbau der Schule 2021 einmalig 217.000 Euro aus ihrem Gewinn an die Stadtkasse überweist.

NWG-Chef hat nichts gegen einen Zuschuss für den Schulbau

Robert Liefke sieht darin „gar kein Problem“. Langfristig habe das Unternehmen so geplant, dass es rund eine Million Euro Plus im Jahr erwirtschaftet. Ein Großteil davon fließt wieder in die Renovierung der Wohnungen.

Wenn sich die Stadt als Gesellschafter ein Viertel davon auszahlen ließe, sei das völlig in Ordnung. Allerdings rechnet Liefke mit deutlich mehr als dieser Viertelmillion.

Projekt mit der IJN könnte in Gefahr sein

Das Unternehmen will noch 2019 mit dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Junckerstraße beginnen. Dort will die Initiative Jugendarbeit Neuruppin (IJN) einziehen. Das klappt aber nur, wenn die IJN ihr bisheriges Verwaltungsgebäude an der Karl-Liebknecht-Straße verkaufen kann.

Bisher war geplant, dass die Stadt das alte IJN-Haus kauft und als drittes Rathaus umbaut. Doch wegen des teuren Schulbaus will Neuruppin jetzt einen Rückzieher machen. Platzt der Deal mit der IJN, wäre das Projekt gestorben.

Die Wohnungsgesellschaft NWG will den Block in der Hermann-Matern-Straße 18 bis 27 in Neuruppin 2019 sanieren. Schon das kostet viel Geld. Quelle: Reyk Grunow

Das NWG-Chef will es soweit nicht kommen lassen. „Es war allen Beteiligten klar, dass das ein Dreiecksgeschäft ist“, sagt er. Um es zu retten, könnte sich Liefke vorstellen, dass die NWG das alte Gebäude von der IJN kauft und es langfristig an Neuruppin vermietet. Damit wäre allen Beteiligten geholfen, glaubt der NWG-Geschäftsführer.

Am Montag könnte es aber noch um einen weiteren Vorschlag gehen: Könnte die NWG nicht den gesamte Umbau der Gentzschule von der Stadt übernehmen? „Dieser Vorschlag wabert schon lange durch alle Fraktionen“, sagt Nico Ruhle von der SPD. Immerhin gibt es zwei Beispiele, bei denen das funktioniert hat.

Zwei Schulen hat die NWG schon für Neuruppin saniert

In den 90er Jahren hatte die NWG die heutige Fontaneschule und das Schinkelgymnasium für Neuruppin saniert. Seitdem zahlt die Stadt an ihre Tochterfirma für die Schulgebäude jedes Jahr eine Miete.

Könnte das nicht auch eine Lösung für die Gentzschule sein? Ronny Kretschmer von der Linken wollte das wissen – und hat schnell gemerkt, dass es dagegen erheblichen Widerstand gibt.

Für die Gentzschule keine Lösung

„Das kommt für uns nicht infrage“, sagt Robert Liefke klar. Ein so teures Projekt würde die gesamte Planung der NWG bis 2025 mit Millioneninvestitionen in Wohnungen infrage stellen. Und wenn die NWG die Schule baut, könnte sie am Ende noch teurer werden. Fördermittel, die die Stadt in Aussicht hat, würde das städtische Unternehmen nicht bekommen.

Am 13. Mai wollen die Stadtverordneten endgültig entscheiden, wie es mit den Plänen für den Umbau der Schule weitergeht. Bis dahin hat die Stadtverwaltung Zeit, eine Lösung zu finden.

Von Reyk Grunow

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