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Neuruppin Das große Zählen in Neuruppin: Arten schützen und Tierbeobachtungen melden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin

Nabu ruft zur Zählung von Igel, Eichhörnchen und Maulwurf auf

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07:37 13.09.2020
Meist geht der Igel erst nach der Dämmerung auf Nahrungssuche, tagsüber bevorzugt er Laubhaufen oder Sträucher als Versteck. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Um heimische Arten besser schützen zu können, ist es wichtig zu wissen, wo und in welcher Zahl sie vorkommen. Bei strenggeschützten Arten haben die Säugetierkundler bereits einen recht guten Überblick, doch bei „Allerweltsarten“ wie Eichhörnchen, Igel und Maulwurf ist die Datenlage noch recht dünn. Naturschützer vermuten allerdings, dass auch ihre Bestandszahlen rückläufig sind.

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft deshalb dazu auf, Vorkommen oder auch Totfunde zu melden. In Zusammenarbeit mit der Naturschutzstation für Säugetierschutz in Zippelsförde sollen diese Daten erfasst und publiziert werden.

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Von den Maulwürfen ist oft nicht mehr zu sehen als die berühmten Maulwurfshügel, die zum Tunnelsystem gehören. Sie dienen der Belüftung sowie dem Ein- und Ausstieg. Gemeldet werden können sowohl gesichtete Tiere als auch die Maulwurfshügel mit möglichst genauer Ortsangabe. Der Maulwurf gehört zu denjenigen Arten, die besonders geschützt sind und unter Naturschutz stehen. Es ist verboten, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten.

Jetzt, wo der Herbst nicht mehr weit ist und die Blätter bald von den Bäumen fallen, kann man besonders gut die Eichhörnchen beobachten, wenn sie in Parks und Gärten auf Futtersuche sind. Wenn es sich im eigenen Garten immer um dasselbe Eichhörnchen handelt, sollte es allerdings nur einmal gemeldet werden. Sehr hilfreich ist dabei auch das geschätzte Alter oder die Angabe, wo sich ein Kobel befindet.

Das Europäische Eichhörnchen mit seinem rotbraunen Fell ist fast in ganz Europa beheimatet. Quelle: Peter Geisler

Eichhörnchen stehen unter Artenschutz. Die Europäische Gattung ist laut Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, da sie zu den heimischen Arten der Säugetiere gehört. Das Nordamerikanische Grauhörnchen, benannt nach seinem grauen Fell, ist jedoch nicht durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt, da sie ursprünglich nicht in Deutschland heimisch waren.

Der Igel ist nachtaktiv, weshalb er sich tagsüber in Laubhaufen oder unter Sträuchern versteckt und erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche geht. Die Igelsaison geht je nach Witterungsverlauf, in den Monaten Oktober/ November zu Ende. Die meisten Tiere beginnen dann mit ihrem Winterschlaf, der bei schlechter Witterung bis April/Mai dauern kann.

Doch auch im Winter kann es vorkommen, dass ein Tier seinen Winterschlaf für einen kurzen Zeitraum unterbricht. Der Igel ist ein besonders geschütztes Tier. Er unterliegt dem Arten- und Naturschutz und darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Gemeldet werden können die Tiere telefonisch unter der Nummer 0331/2015570, über eine E-Mail an: mitmachen@NABU-brandenburg.de oder per Formular, das auf der Nabu-Seite zu finden ist.

Von Cornelia Felsch