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Neuruppin Tierisch viel Nachwuchs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Tierisch viel Nachwuchs
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17:25 18.04.2018
Immer wagemutiger hopsen die jungen Wollschweine umher. Ihre Mamas behalten die acht Ferkel aber immer im Blick. Quelle: Peter Geisler
Kunsterspring

Erst sind es nur Hopserchen, die das kleine Wollknäuel wagt. Kurz darauf werden die Hüpfer länger und höher – bis das junge Wollschwein einen Sprung vollführt. Wohl vom eigenen Wagemut erschrocken, wendet das Jungtier auf der Stelle und trabt wieder zu seiner Mutter, um sich durch die Meute seiner Geschwister wieder an ihre Zitzen vorzukämpfen.

Frühlingszeit ist auch Zeit für den Nachwuchs im Tierpark Kunsterspring bei Neuruppin. Bei Ziegen, Mufflons, Woll- und Wildschweine sind schon Jungtiere geboren. Die Störche brüten, drei Eier liegen im Nest. Doch nicht nur wegen der Jungtiere lohnt ein Besuch im Park im Kunstertal.

Ungelenke akrobatische Vorführungen wie diese sind im Moment an vielen Stellen des Tierparks Kunsterspring zu beobachten. Denn neben den acht Wollschweinen, die zur Hälfte im Dezember, zur Hälfte eben erst geboren wurden, gibt es auch in anderen Gehegen reichlich Nachwuchs.

Anfang März kamen zwölf afrikanische Zwergziegenlämmer auf die Welt, die nun auf dem Streichelgelände mutig umherstreunen – allerdings auch sie immer ihre Mama im Blick. Lange werden diese allerdings nicht im Park bleiben. „Sie sind alle schon vorbestellt“, berichtet Peter Mancke, der den Tierpark leitet. Wie auch viele andere Jungspunde der Haustierrassen.

Auch die Mufflons haben Nachwuchs

Seit Anfang April staksen auch fünf Mufflonbabys durch den Wald, ein Waldkauz ist geschlüpft und die Wellensittiche haben jede Menge Junge bekommen. Auch eine Bache hat vier Frischlinge zur Welt gebracht. Ob ihre Artgenossin, die derzeit ebenfalls einen dicken Bauch hat, werfen wird, gilt noch als unsicher – aber eher unwahrscheinlich. Denn wenn sie trächtig wäre, müsste das Gesäuge besser zu sehen sein, erklärt Mancke. „Aber wer weiß, ob sie am Ende nicht vielleicht doch Junge bekommt.“ Klar ist für den Tierparkleiter hingegen, dass es im Rot- und Dammhirschgehege Nachwuchs geben wird. Für Mai, spätestens im Juni rechnet er damit.

Tierparkchef Peter Mancke. Quelle: Peter Geisler

Unsicher, aber hoffnungsfroh ist Mancke bei den Wölfen. Denn es könnte sein, dass es in diesem Jahr wieder Jungtiere in deren Gehege gibt. Zwar wird es kein Nachkomme der Kunsterspring-Tiere sein: Schließlich gibt es seit dem Tod der einzigen Wölfin Kaya Ende 2014 im Tierpark nur noch männliche Exemplare. Es könnte aber sein, dass Mancke Welpen aus dem Tierpark Perleberg in seine Obhut nehmen darf. „Dazu müssen die jungen Wölfe aber erst einmal geboren sein“, klärt Mancke auf. Immerhin: Die Aussichten schätzt er diesmal, nachdem sich die Nachwuchs-Hoffnungen in den vergangenen Jahren zerschlagen haben, als „nicht schlecht“ ein.

Eine neue Wölfin zu der reinen Herrenrunde dazuzugesellen, hält Mancke indes nach wie vor für keine gute Idee – zumal Juri und Aslan nach dem Tod ihres Bruders Ivo Mitte 2016 deutlich zurückhaltender geworden sind. Nachwuchs braucht der Tierpark aber auf jeden Fall, damit der Bestand verjüngt wird. Derzeit besteht er aus vier Tieren, die zum Teil schon älter sind. Die Jungwölfe würden im Gehege von Juri und Aslan unterkommen, „weil wir davon ausgehen, dass sie die Rüden akzeptieren werden“. Einen „Persilschein“ dafür, dass die Integration wirklich klappt, gebe es aber nicht.

Das neue Eichhörnchengehege. Quelle: Peter Geisler

Wer immer noch nicht genug von kleinen Tieren bekommen kann, für den gibt es spätestens im Spätfrühling definitiv einen Nachschlag. Zwar gibt es da vielleicht nicht noch mehr Jungtiere, aber der Tierpark eröffnet am 9. Juni das neue Eichhörnchengehege, in dem die sechs roten Mini-Flitzer nach Herzenslust herumsausen können.

„Die Anlage ist viel großzügiger als die alte, die auch längst verschlissen ist“, sagt Peter Mancke. Und einen weniger schattigen Standort habe diese ebenfalls. „Die Anlage ist in der Form einem Baum nachempfunden. Das ist für die Besucher interessanter – und für die Eichhörnchen sicher schöner, weil es eher ihrem natürlichen Lebensraum eher entspricht.“

Von Celina Aniol

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