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Neuruppin Tierpark Kunsterspring freut sich über Nachwuchs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Tierpark Kunsterspring freut sich über Nachwuchs
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00:23 08.04.2019
Tierpflegerin Cornelia Regner mit den beiden Zwergzicklein, die erst vor vier Tagen das Licht der Welt erblickt haben. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Gut geschützt, in der hintersten Ecke des Stalls, haben sich zwei bunt gescheckte Zicklein auf dem Stroh zusammengerollt. Die Zwillinge sind vier Tage alt, ihre Bauchnabel sind gerade erst verheilt. „Eigentlich waren es Drillinge“, erzählt Peter Mancke, während er mit geschultem Blick die Zicklein begutachtet. „Eins hat nicht überlebt. Aber das ist der Lauf der Dinge.“

Die Zwergziegen sind erst vier Tage alt, bei den Mufflons tummeln sich drei Junge im Gehege und auch die Wildschwein-Frischlinge fühlen sich sauwohl. Die ersten Jungtiere sind geboren, bis zum Juni wird weiterer Nachwuchs im Tierpark Kunsterspring erwartet.

Peter Mancke ist Leiter des Neuruppiner Tierparks Kunsterspring und weiß genau, welches seiner Tiere gerade Nachwuchs hat. Die Liste ist lang. Denn wenn draußen alles sprießt und blüht, bricht auch die Zeit der Jungtiere an.

Nachwuchs bei Zwergschafen und Wildschweinen

Einer von vier Frischlingen im Tierpark Kunsterspring. Quelle: Peter Geisler

Der quirlige Nachwuchs ist nicht zu übersehen: Bei den Mufflons versuchen drei kleine Wildschafe Schritt zu halten. Die Zwergschafe behüten ein kleines, schwarzes Lamm. Durch den Wald flitzen vier Frischlinge, allesamt Geschwister. Und in seinem Nest am Wasser bewacht ein Weißstorchenpaar fünf Eier. „Wir würden uns freuen, wenn davon wenigstens zwei oder drei ausgebrütet werden“, sagt Peter Mancke.

Als nächstes seien dann wohl die Eulen dran. Am Wochenende könnte das erste Tier schlüpfen. Hoffnung auf Nachwuchs gebe es auch bei den Wollschweinen: „Eins ist schon dick und rund. Wir hoffen, dass da in den nächsten Wochen was kommt“, erzählt der Tierparkleiter. Rot- und Damwild seien immer etwas später dran. Sie bekommen meist erst im Mai oder Juni Junge.

Tierpark reguliert die Bestände

Auch die Mufflons haben Lämmer. Quelle: Peter Geisler

Wie sich die Tiere vermehren, bleibt im Park nicht bloß dem Zufall überlassen. Peter Mancke achtet darauf, dass der Zuchtbestand einigermaßen konstant bleibt. Zum einen bedeutet das: Es darf nicht zu viele Tiere einer Art geben.

„Wir geben auch immer wieder Jungtiere ab“, sagt er. Manchmal kaufen Landwirte Zicklein oder Lämmer für ihre Höfe. „Artgeschützte oder gefährliche Tiere geben wir natürlich niemals an Privatpersonen ab“, so Mancke.

Zum anderen kauft er auch Tiere zu, wenn mal der Nachwuchs ausbleibt. Dabei hilft ein Forum, auf dem sich Zoos und Tierparks vernetzen. Listen geben Überblick darüber, wem welche Tiere fehlen oder wo es Überschüsse gibt.

Manchmal würden Tiere auch einfach getauscht, sagt der Experte. Auch seine beiden Zwergzicklein müsse er wahrscheinlich abgeben oder tauschen. Zu groß sei die Gefahr, dass Inzucht zu dauerhaften Erbgutschäden führt.

Partnerbörse für Tiere

In manchen Fällen ist die Zusammenarbeit der Tierparks vergleichbar mit einer Partnerbörse für Tiere. Ein Beispiel dafür: Im vergangenen Jahr schlüpfte im Tierpark Kunsterspring ein männlicher Schwarzstorch. Schwarzstörche sind in Brandenburg eher selten – etwa 50 Brutpaare leben derzeit in der Mark.

Mancke machte sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin für den Jungstorch. Er fand sie viele hundert Kilometer entfernt im Saarland. Und so kam es, dass der Vogel im Frühjahr mit dem Auto ans andere Ende der Bundesrepublik chauffiert wurde.

Mit der Balz beginnen die Störche zwar erst im Alter von drei bis vier Jahren – die beiden sollen sich aber schon mal „kennenlernen“, wie Mancke sagt. „Ob das genetisch gut passt, ist die eine Sache. Ob es dann in der Praxis klappt, ist die andere.“

Von Hannah Rüdiger

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