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Neuruppin Neue Chefin im Arbeitsamt
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18:24 15.08.2019
Beate Kostka (51) ist ab Oktober die neue Chefin der Arbeitsagentur in Neuruppin. Quelle: Agentur für Arbeit, Berlin Mitte
Neuruppin

Cornelie Schlegel ist zwar noch ein paar Tage im Amt als Chefin der Arbeitsagentur Neuruppin, die die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und das Havelland umfasst. Doch am Mittwoch hat Schlegel bereits im Beisein von mehr als 70 Gästen aus Politik und Wirtschaft mit einem goldenen Staffelstab die Geschäfte der Agentur, die flächenmäßig die Größte in Deutschland ist, an ihre Nachfolgerin Beate Kostka (51) übergeben.

Kostka bekannte, ein Faible für soziale Netzwerke zu haben, weil sie dadurch viele Menschen und Eindrücke kennenlerne. Zudem sei sie eine leidenschaftliche Nutzerin von Bus und Bahn und wolle zudem dafür sorgen, dass für die Menschen nicht allein ein regelmäßiges update ihres Smarthphones selbstverständlich ist, sondern dass die Mensche auch daran denken, sich stets auf den neuesten Stand in ihrer Arbeitswelt zu bringen und sich zu qualifizieren.

Cornelie Schlegel überreicht den Staffelstab an Beate Kostka. Schlegel erschien zu ihrer offiziellen Verabschiedung, zu der auch Staatssekretär Martin Gorholt kam, wegen eines „privaten Sturzes“ mit einer Bandage am rechten Knie. Quelle: Andreas Vogel

Auch ein Lob an die Neuruppiner Stadtverwaltung hatte Kostka parat: Weil ihre Anmeldung als Neuruppinerin an einem Sonnabend gerade mal zehn Minuten gedauert habe. „Jeder Berliner kann darüber nur neidisch sein“, so Kostka.

Reichlich Lob gab es auch für Cornelie Schlegel, die nach gut 13 Jahren als Chefin der Neuruppiner Arbeitsagentur zum 1. Oktober in den Ruhestand geht. Schlegel wollte eigentlich Lehrerin werden und hat das Studium, zum Ärger ihrer Eltern, wie sie verriet, aufgegeben und ist zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gewechselt – weil es in den 1970er Jahren eine regelrechte Lehrerschwemme gegeben habe. „Damals wurden viel mehr Lehrer ausgebildet als heute“, so Schlegel.

13 Jahre in München, 13 Jahre in Neuruppin

Sie gehörte nach dem Studium in Mannheim zu den ersten Arbeitsberaterinnen in Deutschland und arbeitete 13 Jahre in München, ihrem ersten Arbeitsort. Zu den offensichtlich schönsten Stationen ihres Lebens gehöre aber nicht allein die bayerische Landeshauptstadt, sondern auch Neuruppin, wo sie nun in den wohlverdienten Ruhestand gehe, sagte Bernd Becking, Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur.

Die ersten Stationen in Ostdeutschland waren für Schlegel Chemnitz in Sachsen sowie Berlin. „Die Arbeit mit Zahlen“ hätten Schlege stets eine besondere Freude gemacht, so Becking – was Schlegel umgehend mit ein paar Daten bestätigte: So habe die Arbeitslosenquote zu ihrem Start in Neuruppin bei 19,7 Prozent gelegen und im Januar 2019 bei 6,3 Prozent.

Noch nie gab es so wenig Arbeitslose

„Das ist ein Rückgang von 70 Prozent innerhalb von 13 Jahren“, sagte Schlegel und betonte. „Wir dürfen uns freuen, dass sich die Region so gut entwickelt hat.“ Noch nie gab es so wenig Arbeitslose, noch nie so viele Beschäftigte. Allerdings gebe es nun ein anderes Problem. „Wir haben nicht nur einen Fachkräftemangel, sondern einen Arbeitskräftemangel“, sagte Schlegel. Deshalb müsse es nun darum gehen, mit Hilfe von Netzwerkpartnern auch diese Herausforderungen zu bewältigen. Schließlich gibt es im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur noch rund 17.000 Arbeitslose.

 

Von Andreas Vogel

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