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Neuruppin Das Netz der Ladesäulen wächst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Das Netz der Ladesäulen wächst
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17:45 10.10.2019
Auch auf dem Gelände des Neuruppiner Krankenhauses gibt es jetzt Ladesäulen für Elektroautos. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Landrat Ralf Reinhard steckt den Stecker in die Ladesäule, Claudia Weiß von den Stadtwerken Neuruppin hält kurz ihre Kundenkarte an das Lesegerät und schon wird ihr Kleinwagen aufgetankt. Das Ganze dauert nur ein paar Sekunden und ist völlig simpel.

17 solcher Ladesäulen für Elektroautos haben die Stadtwerke Neuruppin in den vergangenen Monaten im gesamten Landkreis aufgebaut. Alle stehen auf öffentlichen Parkplätzen: in Neuruppin, Rheinsberg, Lindow, Kyritz oder Wittstock. Am Donnerstag kamen zwei neue Ladesäulen auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken in Neuruppin dazu: eine in der Nähe des Hauptgebäudes, eine zweite auf dem Parkplatz südlich des Krankenhauses.

Das dünne Netz von Ladesäulen galt lange Zeit als Bremse beim Ausbau der Elektromobilität. Die plötzlich mit leerer Batterie liegen zu bleiben, schreckt nach wie vor viele ab, sich ein stromgetriebenes Auto zuzulegen.

Stadtwerkechef Joachim Zindler (l.), Landrat Ralf Reinhardt (M.) und neue Matthias Voth, Geschäftsführer der Ruppiner Klinken, haben die neue Ladesäule unweit des Hauptgebäudes am Donnerstag in Betrieb genommen. Quelle: Reyk Grunow

Zumindest in Ostprignitz-Ruppin gebe es inzwischen aber flächendeckend ein Netz von Ladestationen, sagte Landrat Ralf Reinhardt gestern bei der Übergabe der neuen Säulen auf dem Krankenhausgelände.

Seit Jahren haben die Ruppiner Kliniken an einem Konzept dafür gearbeitet. Vor einem Jahr nahm der Neuruppiner Energieversorger schließlich die ersten öffentlichen Ladestationen in der Fontanestadt in Betrieb: eine am Braschplatz, eine zweite vor dem Rathaus an der Karl-Liebknecht-Straße.

„Danach hatten wir plötzlich jede Menge Anfragen aus allen möglichen Orten“, erinnert sich Guido Gerlach, Vertriebschef bei den Stadtwerken.

Stadtwerke helfen anderen Orten als Dienstleister

Wie das Neuruppiner Unternehmen schon Erfahrung auf dem Gebiet hatte, hat den anderen Hilfe angeboten. Die Stadtwerke haben die Planung der Elektroladesäulen übernommen, Fördermittel dafür beim Bund beantragt, den Bau übernommen und kümmern sich auch um den Betrieb und die Abrechnung mit den Kunden.

Die jeweilige Gemeinde zahlt in der Regel über sechs Jahre einen Betrag für die Dienstleistung der Stadtwerke. Lediglich die Stadt Lindow macht eine Ausnahme; dort hat sich die Stadt um vieles selbst gekümmert.

17 Ladesäulen sind inzwischen überall in Ostprignitz-Ruppin in Betrieb, zwei weitere werden bis Ende Oktober noch folgen.

Warten auf weitere Fördermittel

Wenn alles klappt, könnte noch in diesem Jahr weitere zehn hinzu kommen. Doch für die warten die Stadtwerke derzeit noch auf die beantragte Fördermittel vom Bundesverkehrsministerium. Ohne die schriftliche Zusage darf der Bau nicht beginnen.

Der Bund hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Zuschüsse für die Entwicklung der sogenannten Ladeinfrastruktur ausgelobt. Die Bearbeitung lief sehr unterschiedlich, sagt Guido Gerlach. Für die ersten Ladesäulen gab es die innerhalb weniger Monate. Für die nächsten mussten die Stadtwerke schon fast ein Jahr lang warten.

Rund 15.000 Euro kostet eine Ladesäule, wie die auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken. Gewinn machen die Stadtwerke damit bisher nicht. „Aber sind für uns inzwischen kostenneutral“, sagt Geschäftsführer Joachim Zindler. Mehr als tausendmal wurden alle Säulen zusammen in diesem Jahr bereits genutzt.

Von Reyk Grunow

Noch immer ist das Ausmaß nicht erkennbar, wie viele Betriebe in Ostprignitz-Ruppin mit Keimen belasteter Wilke-Wurst beliefert wurden. Am Mittwoch war von neun Betrieben die Rede, einen Tag später schon von 31 Einrichtungen. Selbst der Landkreis geht davon aus, dass die Zahl noch steigen kann.

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