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Neuruppin Neues Institut in Neuruppin forscht zu Strahlungsrisiko
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17:21 13.02.2020
Michael Hauptmann (50) ist Professor und seit Mai 2019 Leiter des Instituts für Biometrie und Registerforschung an der MHB in Neuruppin Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Welche nachteiligen Folgen können bei Patienten nach einer Krebstherapie auftreten, und ist es möglich, für jeden Patienten eine persönliche Therapie zu erstellen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Michael Hauptmann (50).

Der studierte Statistiker, der in Limburg an der Lahn (Hessen) geboren wurde, in München promoviert und mehrere Jahre in Washington sowie in Amsterdam in Krebsforschungszentren gearbeitet hat, leitet seit knapp einem Jahr als Professor das Institut für Biometrie und Registerforschung, das es seit Mai 2019 an der Medizinischen Hochschule (MHB) in Neuruppin gibt.

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„Man muss das Risiko im Auge behalten“

„Man macht ständig was Neues und arbeitet nie vorgefertigte Prozeduren ab“, sagt Michael Hauptmann. Dabei gelte es, medizinische Daten statistisch zu analysieren, um Zusammenhänge zu erkennen und diese dann auch für Patienten nutzen zu können. „Das war ursprünglich eine mathematische Disziplin“, so Hauptmann, der sich deshalb auch eine gewisse Zurückhaltung bei vielen Medizinstudenten für dieses Fachgebiet erklärt.

Seit Jahren wird weltweit zum Strahlungsrisiko bei Computertomografen (meist nur CT genannt) geforscht. Der Vorteil bei der Computertomografie ist zwar, dass im Gegensatz zum Röntgen ein Computer benutzt wird und dadurch auch sich überlagernde Körperstrukturen klar dargestellt werden.

Nachteil bei den sogenannten CT-Scans ist die damit verbundene Strahlendosis. „Man muss wissen, dass es so ein Risiko gibt und es im Auge behalten“, sagt Michael Hauptmann, der deshalb in mehreren Organisationen mitmacht, die sich um den Strahlenschutz von Patienten kümmern.

Das Institut befindet sich noch im Aufbau

Für die Medizinische Hochschule ist das neue Institut mit seinen derzeit fünf Mitarbeitern nicht nur deshalb wichtig, weil sie nur dann ihre Akkreditierung behält, wenn an der MHB auch geforscht wird. Zudem unterstütze das Institut, das allein von der Hochschule finanziert werde und sich noch im Aufbau befinde, ebenfalls klinische Studien von verschiedenen Ärzten der Ruppiner Kliniken, sagt der MHB-Sprecher Eric Hoffmann.

„Eine medizinische Hochschule in einer so kleinen Stadt ist einzigartig“, betont Michael Hauptmann, der verheiratet ist und vier Kinder hat. Auch seine Frau, ebenfalls Wissenschaftlerin, arbeitet an der MHB in Neuruppin, hat dazu aber noch Aufträge bei einem kinderonkologischem Zentrum in Utrecht in den Niederlanden.

„Wir wollen hier alt werden“

„Die Arbeit ist so international geworden, auch in der Wissenschaft“, sagt Hauptmann, da schaue man nicht nur national. Zwar war der Wissenschaftler rund 20 Jahre weg aus Deutschland, aber das Land habe eine gute Entwicklung gemacht, da würde man gern mit seinen Kindern leben wollen, so Hauptmann.

„Wir wollen hier alt werden“, sagt Michael Hauptmann, der noch beim Einleben in der Fontanestadt ist, aber wie sein Sohn schon in den Ruderclub eingetreten ist und zudem wie seine Frau Klarinette spielt. Auch deshalb wird trotz des großen Engagements bei der Arbeit überlegt, bei der MHB eine Kammermusikgruppe aufzubauen, die bei Immatrikulationsfeiern und anderen Anlässen spielt.

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Von Andreas Vogel

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