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Neuruppin Neues Projekt: Reihenhaussiedlung statt Ruinen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Neues Projekt: Reihenhaussiedlung statt Ruinen
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17:11 14.08.2019
Schon in den nächsten Wochen sollen die Bauruinen an der Mesche in Neuruppin abgerissen werden. Dort wird eine Reihenhaussiedlung entstehen. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Jetzt steht es fest: An der Umgehungsstraße an der Mesche soll eine Reihenhaussiedlung im nordischen Stil mit 21 Häusern sowie Gärten und einer Parkplatzanlage entstehen. „Den Rohbau macht unser Partner, die Firma Göritzbau aus Brunn bei Wusterhausen“, sagte am Mittwoch Ronny Rohr, Chef der Neuruppiner Prima-Gruppe.

Bauantrag in spätestens sechs Wochen

Die Prima-Gruppe hat das mehr als 5700 Quadratmeter große Grundstück Anfang Juli beim Amtsgericht Neuruppin ersteigert. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, das ist noch etwas unklar. „Wir haben noch keine Baugenehmigung“, so Rohr. Klar sei aber, dass die vorhandenen Ruinen auf dem Areal zuvor abgerissen werden, bevor neu gebaut wird.

Die Abrissarbeiten sollen demnach bereits in den nächsten Wochen starten. Parallel dazu wird am Bauantrag für die Reihenhaussiedlung gefeilt. Der Antrag soll in spätestens sechs Wochen beim Kreis eingereicht werden, damit die eigentlichen Bauarbeiten im März 2020 beginnen können. Ende 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein, sagte Rohr. Erste Wohnungen könnten aber sicher schon etwas früher bezogen werden. Die Investitionssumme liegt laut dem Prima-Chef zwischen 5,5 und 6,5 Millionen Euro. „Das ist unser Investitionsrahmen.“

Platz für junge Familien

Die Rohbauten von fünf Mehrfamilienhäusern und einer Tiefgarage in der Mesche waren vor mehr als 20 Jahren entstanden, aber nie vollendet worden. Stattdessen habe sich das Grundstück, das mit einem Bretterzaun gesichert ist, zu einem „Schandfleck für die Stadt“ entwickelt, hatte Michael Bülow (SPD), der Vorsitzende des Neuruppiner Sozialausschusses, noch Mitte Juni kritisiert. Bülow begrüßte deshalb am Mittwoch die Pläne für die Mesche. „Das passt. Wir brauchen Platz für junge Familien.“

Denn die Fontanestadt ist auf Expansionskurs. Zwar waren Statistiker und auch das Land Brandenburg noch vor wenigen Jahren von einer sinkenden Bevölkerungszahl in der Kreisstadt ausgegangen. Inzwischen rechnen Experten jedoch damit, dass die Zahl der Einwohner in Neuruppin mindestens bis zum Jahr 2025 steigen wird.

Genossenschaft investiert knapp 20 Millionen Euro

Das erklärt wohl auch die rege Bautätigkeit in der Stadt. So lässt die Neuruppiner Wohnungsbaugenossenschaft Karl Friedrich Schinkel derzeit am alten Pauliner Bahnhof für etwa 20 Millionen Euro ein neues Wohngebiet mit etwa 100 Wohnungen errichten, dazu einen Kindergarten sowie ein „Genossenschaftshaus“, dass alle Mieter nutzen können. Das zweite von insgesamt fünf geplanten Häusern steht bereits.

Zudem sollen demnächst an der Alt Ruppiner Allee, schräg gegenüber dem Evangelischen Friedhof, mehr als 30 neue Mietwohnungen sowie gut 30 Appartements für Senioren-Wohngemeinschaften entstehen. Das Areal wurde bereits auf Munition abgesucht, auch ein Schild verweist schon auf die geplanten Arbeiten. Investor ist Immobilienunternehmer Dennis Wisbar, der jüngst ebenfalls die einstige Poliklinik in der Neustädter Straße von den Ruppiner Kliniken erworben hat. Wisbar will derzeit jedoch weder verraten, was er mit der einstigen Poliklinik vorhat, nach wann die Arbeiten für die Häuser in der Alt Ruppiner Allee beginnen.

Gebaut wird dort dennoch bereits. Nur ein paar hundert Meter weiter entsteht für rund drei Millionen Euro eine neue Montessorikita, in der mehr als 100 Mädchen und Jungen betreut werden können. Die Kita soll im Sommer 2020 eröffnen.

Von Andreas Vogel

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