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Neuruppin Neues aus alten Zeiten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Neues aus alten Zeiten
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17:00 01.01.2013
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WITTSTOCK

. Andere waren bereits im vorigen Jahr dabei und fanden es toll.

Die Führung war für die Teilnehmer kostenfrei. Die Stadtväter hatten den Spaziergang unter der Leitung von Peter Krause spendiert. Er weiß nicht nur über die Historie der Dossestadt zu berichten, sondern auch über die Gegenwart. Das kam so manchem Teilnehmer entgegen. Sie wollten auf dem Laufenden sein. Die fehlenden Bäume auf dem Bleichwall fallen jedem sofort auf. Es ist ein ungewohntes Bild. „Das waren Pappeln. Der Zahn der Zeit hatte an ihnen genagt. Die Bäume waren über 40 Jahre alt und hatten somit das Ende erreicht“, gab Peter Krause zu verstehen. Unweit der gefällten Bäume ragt die ehemalige Fabrik empor. Einst wurden darin Tuche hergestellt. Zu DDR-Zeiten war das der Standort zur Produktion von Küchenmöbel. Dieses Gebäude ist jetzt irgendwie dem Verfall gewidmet. „Aus praktikablen und ökonomischen Gründen ist die ehemalige Fabrik nicht zu vermarkten“, sagte der Stadtführer. Staunen und Entsetzen schien sich in den Gesichtern der Teilnehmer breit zu machen. Sie hatten ihre Hoffnung in die Umsetzung der Ideen eines Investor gesetzt. Der ist jedoch im vorigen Jahr abgesprungen. Die ehemalige Tuchfabrik steht unter Denkmalschutz. 1916 wurde sie errichtet. Da der Untergrund sumpfig und morastig ist, wurde sie auf Eichenpfählen gegründet. „Die Konstruktion gibt nach. Von außen ist zu erkennen, dass die oberen Fenster brechen. Im Inneren sieht es bestimmt noch verheerender aus. Seit 1992 steht das Gebäude leer. Im Moment ist es nicht zu retten. Es wird irgendwann einfallen“, mutmaßt Peter Krause.

Zu einem der wichtigsten Sehenwürdigkeiten der Dossestadt zählt zweifellos die Stadtmauer. Mit ihren fast drei Kilometern Länge umschließt sie die Altstadt. Sie ist fast vollständig. In den Nachbarstädten Kyritz und Pritzwalk existieren nur noch Reste. „Seit zwei Jahren gibt es in Wittstock einen Förderverein, der sich um den Erhalt der Mauer bemüht. Und der Aufwand wird immer nötig sein“, meint der Stadtführer. (Von Madlen Wirtz)

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