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Neuruppin Festempfang für einen Macher
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20:11 26.11.2018
Klinik-Geschäftsführer Matthias Voth (r.) stößt mit Prof. Dr. Dieter Nürnberg und seinen Gästen an. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Mit einem Festempfang ist am Montagabend der Neuruppiner Arzt Dieter Nürnberg (66) in den Ruppiner Kliniken geehrt worden. Grund: Der Mediziner, der seit 1978 im Neuruppiner Krankenhaus arbeitet, war Anfang Oktober in Potsdam für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt worden.

Arzt und Abgeordneter

Nürnberg bedankte sich bei dem Empfang am Montag bei seinen Freunden, Mitstreitern und Kollegen. „Man kann viel machen, wenn viele mitmachen“, betonte der Arzt, der zur Wendezeit auch die Montagsdemonstrationen in Neuruppin mit organisiert hatte. Von 1990 bis 1992 war er stellvertretender Landrat in der Kreisstadt, von 1990 bis 1996 auch Kreistagsabgeordneter sowie Stadtverordneter in Neuruppin für Bündnis 90/Die Grünen.

Das Bundesverdienstkreuz darf nur bei spezielle Anlässen getragen werden. Quelle: Andreas Vogel

Es gibt nichts, was unmöglich ist, habe sein Vater, der Tierarzt war, stets zu ihm gesagt. An diese Devise hielt sich Nürnberg – egal, ob es um den Aufbau der Palliativmedizin im Norden Brandenburgs ging, um die Hospizbewegung oder die Gründung der ersten medizinischen Hochschule in der Mark (MHB), dessen Gründungsdekan Nürnberg wurde. „Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht.“

Ein Hospiz für Wittenberge

„Ich habe viel von ihm gelernt“, sagte André Buchali, Chefarzt der Strahlenklinik in Neuruppin. Denn Nürnberg könne nicht allein „wahnsinnig gut streiten“, sondern schaue dabei auch stets, wie man auch anders zu seinem Ziel kommen könne, wenn der erste Weg nicht gelingt. Dabei sei Nürnberg nie mit dem Strom geschwommen, sondern stets seinen eigenen Weg gegangen, betonte Buchali.

Im August 2016 beendete Nürnberg seine Tätigkeit als Dekan an der MHB. „Man muss auch loslassen können“, sagte Nürnberg. Das macht der Arzt aber nur schrittweise. Ist er doch weiter Professor für Gastroenterologie an der Hochschule. Zudem kämpft er derzeit noch dafür, dass der Ruppiner Hospizverein in Wittenberge ein Hospiz errichtet. Denn die Prignitz ist in dieser Hinsicht noch ein weißer Fleck. Sterbende dort müssen bisher nach Schwerin, Stendal oder nach Neuruppin gebracht werden, wenn sie ihre letzte Lebensphase in einem Hospiz verbringen wollen.

Rund 100 Gäste waren gekommen, um Dieter Nürnberg persönlich gratulieren zu können. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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