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Neuruppin Jugendliche haben weiter gute Aussichten auf Lehrstellen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Jugendliche haben weiter gute Aussichten auf Lehrstellen
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18:17 01.11.2018
Jugendliche bei einem Projekt zur Berufsorientierung in der Neuruppiner Pfarrkriche. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Gute Nachrichten für junge Menschen im Nordwesten Brandenburgs, die eine Ausbildung suchen, schlechte Nachrichten für die Unternehmen: Noch immer gibt es mehr Lehrstellen als Bewerber. So lässt sich der derzeitige Ausbildungsmarkt im Geschäftsbereich der Neuruppiner Arbeitsagentur zusammenfassen – also in den Kreisen Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin (OPR) und Prignitz.

Das teilte die Chefin der Arbeitsagentur, Cornelie Schlegel, in dieser Woche mit als sie die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt in ihrem Geschäftsbereich vorstellte.

Viele melden sich gar nicht bei der Arbeitsagentur

Insgesamt seien ihrer Agentur derzeit 184 unversorgte Bewerber gemeldet. Das sind 13 mehr als im vergangenen Jahr um diese Zeit. Über das gesamte Jahr von Herbst 2017 bis September diesen Jahres haben 2836 junge Menschen die Beratungsangebote der Arbeitsagentur in Neuruppin in Anspruch genommen. Das waren 71 weniger als im Jahr davor. „Nun muss man aber auch wissen: Nicht alle Bewerber melden sich bei uns. Viele junge Leute versuchen es auf eigene Faust“, sagt Cornelie Schlegel. „Häufig bekommen sie in den Betriebspraktika, so wie ich von Unternehmen höre, schon Angebote für einen Ausbildungsplatz.“ In diesem Sinne empfindet Schlegel die rückläufige Zahl an Bewerbern als nicht besorgniserregend.

Den 184 unversorgten Bewerbern, die derzeit noch eine Lehrstelle suchen, stehen 423 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Das sind 84 mehr als im Zeitraum Herbst 2016 bis Herbst 2017, was knapp 25 Prozent entspricht.

In der Prignitz blieben die wenigsten ohne Lehrstelle

Eine Zahl, die ebenfalls gestiegen ist, ist jene der einmündenden Bewerber. 53 mehr junge Menschen als im vergangenen Jahr sind in Ausbildung gegangen. Insgesamt sind es 1520 Jugendliche. „Das ist ein Indiz dafür, wie aufnahmefähig der Markt ist“, ist Schlegel überzeugt. Spitzenreiter mit den meisten unversorgten Jugendlichen ist der Landkreis Oberhavel. Dort fanden bis heute 87 junge Leute keinen Ausbildungsplatz. Allerdings waren das zehn weniger als im Vorjahr.

Die beste Zahl hat die Prignitz vorzuweisen. Dort gibt es derzeit nur elf Jugendliche, die ohne Lehrstelle geblieben sind. Ihnen stehen jedoch 108 unbesetzte Lehrstellen gegenüber. „Der Bevölkerungsschwund ist in der Prignitz da“, sagt Cornelie Schlegel. „Und in Folge dessen habe ich die Schwierigkeit, den Fachkräftebedarf in dieser Region zu decken.“

Jugendliche können sich noch jetzt bewerben

Mit ihren 108 unbesetzten Ausbildungsplätzen liegt die Prignitz hinter dem Havelland (129) auf dem zweiten Platz. Ostprignitz-Ruppin belegt den dritten Platz. Dort gibt es 101 unbesetzte Ausbildungsplätze. 24 Bewerber stehen ihnen gegenüber.

Cornelie Schlegel hat mit diesen Zahlen in ihren Papieren allen Grund, die Jugendlichen zu ermuntern. „Es gibt viele Optionen, noch jetzt eine Ausbildungsstelle zu bekommen“, sagt sie.

Besonders Gastgewerbe hat Schwierigkeiten

Nach wie vor falle es besonders den Betrieben im Hotel- und Gaststättengewerbe schwer, Bewerber zu finden, sagt Cornelie Schlegel. „Da gibt es verschiedene Gründe, die das erschweren. Zum einen die fehlende Attraktivität der Berufe dort. Aber auch das Gehalt und die Arbeitszeiten.“

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Nordwestbrandenburg ist von Ungleichgewichten geprägt. Aber in allen vier Landkreisen gab es mehr unbesetzte Lehrstellen als Bewerber.

Von Annika Jensen

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