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Neuruppin Zwei Jahre Sicherheit für die Galerie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Zwei Jahre Sicherheit für die Galerie
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18:57 08.01.2020
Mehr als 20 Gäste waren zum Neujahrsempfang von Ulrike Liedtke in die Neuruppiner Galerie am Bollwerk gekommen, darunter auch Manfred Wothe vom Landessportbund und Ute Boehm, Chefin der Arbeitsfördergesellschaft Rabs. Quelle: Andreas VogelEi
Neuruppin

Die Neuruppiner Galerie am Bollwerk kann mindestens bis Ende 2022 in dem denkmalgeschützten Haus am Seeufer 10 bleiben und muss sich erst danach einen neuen Ausstellungsort suchen. Das hat Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am Mittwoch am Rande des Neujahrsempfangs der Rheinsberger SPD-Landtagsabgeordneten Ulrike Liedtke erklärt.

„Es gibt keinen schöneren Ort“

Demnach hat die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) zum Jahresende das Haus von den Stadtwerken übernommen und bietet dem Galerie-Verein als Mieter dieselben Konditionen, wie bisher. „Das kann der Verein stemmen“, so Golde. In der Galerie am Neuruppiner Bollwerk werden dank Zuschüssen von Stadt und Kreis sowie Spenden seit 13 Jahren regelmäßige Ausstellungen geboten. Zudem bietet sich das Haus für kleinere Veranstaltungen an. Das nutzt auch SPD-Frau Liedtke. „Es gibt keinen schöneren Ort als die Galerie direkt am Ruppiner See.“

Gleichwohl muss sich der Verein einen anderen Standort suchen. Denn die NWG will bald einen schon lange gehegten Plan umsetzen und parallel zum Verlauf des Klappgrabens einen barrierefreien Weg von der Innenstadt zum See schaffen und dabei auch die Höfe der Mietshäuser entlang der Fischbänkenstraße umgestalten, wobei vielleicht auch ein kleiner Park entstehen könnte.

Ein „Schluss-Strich“ von zehn Künstlern

Da es mit der Realisierung der Pläne aber noch etwas dauert, könne der Galerie-Verein das sanierungsbedürftige Gemäuer noch nutzen, so Bürgermeister Golde.

Dafür sei der Verein sehr dankbar, sagte Matthias Frinken vom Vorstand. Frinken erklärte den Gästen des Neujahrsempfangs auch, wie es zu der jetzigen Ausstellung gekommen war, in denen Werke von zehn Künstlern aus Neuruppin zu sehen sind, die sich zum Ende des Fontanejahre mit dem Dichter und dem Verhältnis von Stadt und Land auseinandersetzt haben. „Schluss-Strich“ heißt die Schau, die noch bis 26. Januar zu sehen ist – und bei der Zeichnungen von Robert Wagner und Cornelia Felsch ebenso gezeigt werden wie Werke von Uschi Jung, Anna Pauly, Jens Kanitz oder Matthias Zagon-Hohl-Stein.

„Die Vielfalt von Kultur ist wichtig“, betonte Musikwissenschaftlerin Liedtke, die zur musikalischen Untermalung den Komponisten und Saxofonisten Detlef Bensmann aus Berlin mitgebracht hatte – nicht zuletzt auch deshalb, weil das Saxofon vom Landesmusikrat für 2019 zum Instrument des Jahres gekürt worden war.

SPD-Frau gegen „Windbürgergeld“

Eine deutliche Abfuhr erteilte Liedtke Pläne ihrer Partei für ein sogenanntes „Windbürgergeld“, mit dem die Akzeptanz für die Energieriesen erhöht werden soll. „Ich halte das für keine gute Idee.“ Vielmehr müsste Energie regional gedacht und geregelt werden. „Die Zeit der großen Energietrassen ist vorbei“, so Liedtke. Vielmehr müsste vor Ort entschieden werden, welche Belastung durch das Gewinnen von Energie zuzumuten sei. „Die Strukturen müssen sich wandeln.“

Liedtke, seit drei Monaten Landtagspräsidentin, geht davon aus, dass in diesem Jahr wieder mehr Windräder in Brandenburg ans Netz gehen können als 2019. Dazu sei es aber notwendig „sauber“ mit den Anwohnern zu diskutieren und dabei nicht die Braunkohle gegen Windräder ausspielen zu wollen.

Von Andreas Vogel

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