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Neuruppin Eine Straße für zwei Gemeinden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eine Straße für zwei Gemeinden
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16:44 30.12.2019
Die Straße zwischen Buskow und Langen soll saniert werden. Quelle: Reyk Grunow
Buskow

Ist es wirklich sinnvoll, dass die Stadt Neuruppin sich mit 160.000 Euro am Ausbau der Straße zwischen Buskow und Langen beteiligt? Der Neuruppiner Stadtverordnete Frank Borchert (Pro Ruppin) findet das nicht.

Für ihn ist der geplante Ausbau zwischen Buskow und Langen Geldverschwendung. Zumindest auf dem Teil der Straße, der zu Neuruppin gehört. Das ist knapp ein Drittel der gesamten Strecke zwischen den beiden Orten. Zwei Drittel der Straße liegen auf dem Territorium der Gemeinde Fehrbellin und ihres Ortsteils Langen. Dass dieser Abschnitt in schlechtem Zustand ist und dringend saniert werden muss, zweifelt Borchert nicht an.

Aber warum muss Neuruppin Geld in die Hand nehmen, nur weil Fehrbellin eine Straße sanieren will? Das „nur aus Solidarität mit Fehrbellin“ zu tun, hält Frank Borchert für einen Fehler. Neuruppin haben andere Straßen, die dringender saniert werden müssten, sagt auch sein Abgeordnetenkollegen Siegfried Wittkopf. Beide versuchten, die Pläne für einen Ausbau der Straße zwischen Buskow und Langen noch kurz vor Weihnachten in der Stadtverordnetenversammlung zu kippen.

Ein Zeichen für die Zusammenarbeit

Der Versuch blieb vergeblich. Die Mehrzahl der Neuruppiner Stadtverordneten stimmte für das Bauprojekt. Wenn auch eher aus politischen Gründen als aus der Einsicht in die Notwendigkeit.

Seit Jahren versucht Fehrbellin, Fördermittel für die Sanierung dieser Straße zu bekommen. Jetzt steht ein Zuschuss vom Land in Aussicht, sagt Fehrbellins Bauamtsleiter Rasmus Krebs. Doch wenn überhaupt, dann gibt es das Geld nur, wenn die gesamte Straße erneuert werden kann. Neuruppin und Fehrbellin müssten dafür zusammenarbeiten.

Genau diese Zusammenarbeit ist es, die die Stadtverordneten von dem Projekt überzeugt haben. Seit Jahren versucht Neuruppin die Kooperation mit seinen Nachbargemeinden auszubauen. Etwa bei der Verwaltung. Es gibt viele Aufgaben, die jede für sich Gemeinden erledigt, die man aber billiger und effektiver gemeinsam erledigen könnte.

Schilder markieren, für welchen Teil, der Straße Neuruppin zuständig ist und für welchen Fehrbellin. Quelle: Reyk Grunow

Von einer Zusammenarbeit mit dem großen und eher ungeliebten Neuruppin waren die kleinere Nachbarn oft wenig begeistert. Vielleicht auch aus der Furcht, dominiert zu werden.

Fehrbellin baut auch für Neuruppin

Dabei ist Zusammenarbeit das, was die Landesregierung von Neuruppin als regionalem Wachstumskern im Nordwesten des Landes erwartet.

Wenn es nun schon einmal ein Projekt gibt, bei dem Fehrbellin freiwillig mit Neuruppin zusammenarbeiten möchte, sollte man das auf keinen Fall ausschlagen, findet der Linken-Stadtverordnete Ronny Kretschmer. Das sehen die meisten Neuruppiner Abgeordneten ähnlich und stimmten für das Straßenbauprojekt. Zumal Fehrbellin dabei die Arbeit übernimmt, auch auf Neuruppiner Seite. Die Fontanestadt muss nur ihren Anteil, bezahlen.

Von Reyk Grunow

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