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Neuruppin Junge Neuruppiner sollen in der Politik mitreden
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15:15 31.05.2019
In Rathenow gibt es schon länger ein Jugendparlament. Ist das auch etwas für Neuruppin oder wünschen sich Kinder und Jugendliche dort etwas ganz anders? Quelle: Christin Schmidt
Neuruppin

Kinder und Jugendliche sollen mehr Einfluss auf die Politik in Neuruppin bekommen. Die Stadt will festschreiben, dass künftig auch die Neuruppiner runter 18 Jahren zu wen wesentliche Entwicklungen in Neuruppin zu hören sind. Und das soll keine unverbindliche Willensbekundung werden.

Sondern es sollen in der Hauptsatzung der Fontanestadt ganz konkrete Regeln festgelegt werden, wann und wie Kinder und Jugendliche ihre Meinung sagen und ihre Ideen einbringen können. Das kündigte Vize-Bürgermeisterin Daniela Kuzu jetzt an.

Sie hatte am 1. März ihr Amt als Beigeordnete im Neuruppiner Rathaus angetreten. Von Anfang an hatte sie klar gemacht, dass sie sich für mehr Bürgernähe einsetzen will. Jetzt wird sie konkret.

Kommunalverfassung fordert mehr Beteiligung

Auch wenn es so aussieht – die Initiative ist keine Reaktion auf die Europa- und Kommunalwahl am Wochenende oder die Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung der vergangenen Monate.

Der Landtag hat die Rechte der Kinder und Jugendlichen in der Kommunalverfassung festgeschrieben. „Die Gemeinde sichert Kindern und Jugendlichen in allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte“, heißt es dort. Und genau das soll jetzt umgesetzt werden.

Dabei gehe es nicht nur um die üblichem Themen wie den Bau eines Spielplatzes oder die Sanierung des Skaterparks, sagt Daniela Kuzu: „Es geht auch um solche Themen, bei denen Kinder und Jugendliche bisher kaum beteiligt wurden wie Stadtentwicklung oder Bauplanung.“

Wie und wann wollen Kinder und Jugendliche mitreden?

Aber was heißt Beteiligung eigentlich? Wie könnte das aussehen? Was wünschen sich Kinder und Jugendliche? Bei welche Themen wollen sie mitreden, in welcher Form und wie oft? All das sind Fragen, die die jungen Neuruppiner selbst entscheiden sollen.

Für die kommende Woche hat die Stadt dazu Kinder und Jugendliche aus Neuruppin und den Ortsteilen zu einem Treffen ins Rathaus eingeladen. Alle Neuruppiner Schulen können Vertreterinnen und Vertreter schicken: Jeweils ein Mädchen und einen Jungen.

Für Grundschüler gilt dabei ein Mindestalter von zehn Jahren. Auch die Jugendkunstschule, Jugendvereine wie das JFZ, die Sportvereine und die Jugendfeuerwehr sind aufgefordert, Jungs und Mädchen zum Mitdiskutieren zu entsenden.

Erwachsene dürfen diesmal nur zuhören

Daniela Kuzu hofft, dass etwa 60 bis 80 Kinder und Jugendliche für den Workshop am Donnerstag, 6. Juni, zusammenkommen. Sie sollen sich um 14 Uhr im Saal des Rathauses treffen und dann gemeinsam beraten, was sie wollen.

„Eltern und Lehrer können natürlich dabei sein“, sagt die Neuruppiner Beigeordnete. Doch klar ist: Die Kinder und Jugendliche sollen diskutieren und entscheiden. Erwachsene dürfen zuhören aber nicht mitreden.

Andere Städte haben schon eine Form der Jugendbeteiligung eingeführt. In Rathenow gibt es zum Beispiel ein Jugendparlament, das regelmäßig tagt und sic mit der Stadtpolitik befasst.

Neuruppin hat seit den 90er Jahren einen Jugendbeirat

Auch Neuruppin hat so etwas Ähnliches schon sehr lange: Die Stadt war eine der ersten im Land Brandenburg, die in den 90er Jahren einen Jugendbeirat gegründet haben.

Doch den Jugendbeirat traf dasselbe Schicksal, das auch andere Städte bei ähnlich formalen Gremien beobachtet haben: Anfangs ist das Interesse der Kinder und Jugendlichen groß, dann lässt es deutlich nach.

Die jungen Neuruppiner sollen deshalb selber sagen, welche Form der Beteiligung sie sich wünschen. „Das muss kein Jugendparlament sein“, sagt Daniela Kuzu. Manchen Kindern würde vielleicht schon in Briefkasten an der Schule ausreichen, in dem sie ihre Fragen und Ideen einwerfen können und der einmal im Monat geleert wird. Vieles sei möglich, sagt sie.

Von Reyk Grunow

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