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Neuruppin Arbeitsagentur erhält fast fünf Millionen mehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Arbeitsagentur erhält fast fünf Millionen mehr
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16:20 08.01.2019
Bund unterstützt ab 2019 Unternehmen dabei, ihre Arbeitnehmer für die Digitalisierung zu machen. Quelle: Ole Spata/dpa-tmn
Neuruppin

Fast fünf Millionen Euro mehr als im vergangenem Jahr bekommt die Neuruppiner Arbeitsagentur 2019. So stehen der Behörde in diesem Jahr 25,1 Millionen Euro zur Verfügung, berichtet Agenturchefin Cornelie Schlegel. Hinzu werde erfahrungsgemäß noch eine erkleckliche Summe für berufliche Reha-Maßnahmen hinzukommen. „Das Geld ist vor allem dafür gedacht, Menschen dabei zu unterstützen, wieder in Beschäftigung zu kommen“, so Schlegel.

„Da ist jeder Euro gut angelegt“

2018 hat die Agentur in der Fontanestadt, die die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland und Oberhavel betreut, 20,4 Millionen Euro ausgegeben. Die Kosten für Rehabilitationsmaßnahmen lagen bei über 22 Millionen Euro. In dieser Höhe wird sich voraussichtlich auch die diesjährige Finanzausstattung in diesem Bereich bewegen. „Da ist jeder Euro gut angelegt“, findet die Behördenleiterin. Und zwar nicht nur, weil es Erwerbslosen zugute kommt, sondern auch, weil die insgesamt gut über 40 Millionen Euro auch direkt in den Wirtschaftskreislauf vor Ort fließen.

Firmen bekommen jetzt Geld für Weiterbildung

Dass es mehr Geld gibt, liegt an mehreren neuen Vorstößen des Staates, Menschen fit für die Arbeit zu machen. Zum einen geht es dabei um das reformierte Qualifizierungschancen-Gesetz, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist und das Arbeitnehmer fit für die digitale Arbeitswelt machen soll. Dabei übernimmt der Staat bis zu 100 Prozent der Kosten für Weiterbildung in diesem Bereich, und zwar nun für alle statt nur für geringqualifizierte oder ältere Arbeitnehmer. Zum anderen wurde 2019 auch das neue Teilhabechancen-Gesetz eingeführt, durch das Langzeitsarbeitslose in Brot und Lohn kommen sollen. Dabei können Unternehmen in den zwei ersten Jahren der Wiederbeschäftigung von Langzeiterwerbslosen bis zu 100 Prozent Lohnkosten bekommen.

Positive Entwicklung setzt sich fort – aber abgeschwächt

Auch jenseits der finanziellen Ausstattung ist Cornelie Schlegel zufrieden mit den Entwicklungen. Denn im Jahresdurchschnitt waren 2018 monatlich 17 745 Menschen im gesamten Bereich der Agentur arbeitslos. Das sind 2325 weniger als 2017. Die Arbeitslosenquote betrug im Durchschnitt 6,1 Prozent, also 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Fast 48.000 Zugänge in Arbeitslosigkeit standen 49.500 Abgängen in den Arbeitsmarkt gegenüber. Die Behördenchefin ist auch zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt – wenn auch abgeschwächt. Schuld daran werden weder der Brexit noch Handelsbarrieren auf dem Weltmarkt sein, prognostiziert Schlegel. Stattdessen werden der Personalmangel auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zur Verlangsamung des Abbaus vonm Arbeitslosigkeit führen.

Von Celina Aniol

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