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Neuruppin Neuruppiner Lions sammeln 6300 Euro für Masterprojekt
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17:45 11.11.2019
Zum 22. Lionsball kamen 230 Gäste in die Neuruppiner Kulturkirche. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

„Nach meiner Kenntnis ist das ... sofort ... unverzüglich“, beginnt Lutz Leiteritz, der amtierende Präsident der Neuruppiner Lions, seine Rede und meint damit noch nicht die Eröffnung des Büfetts. Leiteritz verwendet den Schabowski’schen Stottersatz, der 1989 Geschichte schrieb, nicht von ungefähr – fällt doch der diesjährige Lionsball, der 22. nun schon, ausgerechnet auf den Jahrestag des Mauerfalls.

230 Gäste haben sich in der Neuruppiner Kulturkirche eingefunden – nicht nur um zu feiern, sondern auch, um Gutes zu tun. Allein die Einnahmen aus den nicht eben billigen Eintrittskarten des beliebten Benefizballs sind bereits für das Masterprojekt eingeplant, das sich der jeweilige Präsident auf die Fahnen schreibt.

230 Gäste kamen

Bevor er jenes vorstellt, gibt Leiteritz noch einen kurzen Exkurs, was die Lions sind und tun und warum der Ball stattfindet, zu dem man möglichst mit leerem Magen und prall gefülltem Portemonnaie erscheinen sollte. Und der ohne den Fall der Mauer kaum möglich wäre. Leiteritz begrüßt die Ehrengäste: Uwe Becker aus Schwerin als Distrikt-Governor, Rotary-Präsident Horst-Michael Arndt und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde sowie Effi-Briest-Präsidentin Angela Christensen und Leo-Chefin Cara Rodenbach.

Lutz Leiteritz und District Governor Uwe Becker Quelle: Regine Buddeke

Es geht darum, in Neuruppin aber auch international soziale und gemeinnützige Zwecke zu unterstützen – mit Tat und Geld. „Sie haben bereits mit Ihrem Erscheinen heute etwas getan“, so Leiteritz und lässt die Liste laufender Projekte passieren. „Unser Leuchtturmprojekt ‚Schulstart‘. Fast 5000 Euro haben wir im Sommer für elf komplette Schulranzen-Sets im Wert von je 150 Euro und 62 Gutscheinen für Schulutensilien vergeben können“, sagt Leiteritz stolz.

Für ein internationales Projekt in Sri Lanka seien 10000 Euro zusammengekommen. „Das war nur möglich, weil so viele Menschen im Andenken an Benjamin Weiß gespendet haben.“ Die Familie des im vergangenen Dezember tragisch verunglückten Leo- Präsidenten hatte statt Kränzen und Blumen um Spenden für das gebeten, was die Leos erwirken wollen.

Dritter Benefiz-Kalender erschienen

Der nunmehr dritte Benefizkalender der Lions sei ebenfalls fertig, berichtet Leiteritz. 300 Exemplare sind gedruckt – man erwarte 7500 Euro, die dem Tierpark Kunsterspring zugutekommen sollen. Ebenfalls sehr erfolgreich sei das Tempelgartenfest im Sommer verlaufen, bei dem alle drei Neuruppiner Service-Clubs an einem Strang gezogen hätten. „600 Gäste kamen – wir konnten am Ende 1500 Euro an den Tempelgartenverein für dessen weitere Arbeit übergeben. Es lief so gut, dass wir das 2020 wiederholen wollen.“

Darüber hinaus habe es jede Menge kleinerer Projekte gegeben, wie die Spende zweiter Tiefkühlschränke an die Ruppiner Tafel, 500 Euro an die Storchenschmiede Linum, die Naturprojekte für Kinder und Jugendliche ausrichtet sowie 500 Euro an den Rheinsberger Verein für Stadtgeschichte.

Die Band beim Lionsball kam aus Berlin. Quelle: Regine Buddeke

Auch die Jugendkunstschule Neuruppin hat Dank einer Lions-Spende neue Kostüme beschaffen können. Als kleines Dankeschön sind einige der Tänzerinnen gekommen und präsentieren sich in einem Medley sowie dem gänsehautträchtigen Grete-Minde-Tango aus Frank Matthus Stück „Effi in der Unterwelt“, das im Sommer mehrere Abende den Schulplatz füllte.

Das Masterprojekt dreht sich – im Zeitalter der Friday-for-future-Debatten – ebenfalls um die Umwelt. „Mein Masterprojekt ist die Renaturierung eines Außenareals im Energiepark“, verkündet der Präsident. Zwölf klimaresistente Eichen sollen dort gepflanzt werden. „Zehn generieren wir aus den Ballerlösen, eine spende ich und eine unser Alters- und Ehrenmitglied Horst Schleweis.“ Zum Eichenwäldchen soll auch eine Wildblumenwiese entstehen, dazu ein Insektenhotel und eine Rückzugsort für Igel und Co.

Skizze zum Masterprojekt. Quelle: Regine Buddeke

„Wenn wir es schaffen, würde ich mir noch wünschen, den verlandeten Teich wieder mit Wasser zu füllen“, erklärt Leiteritz und verweist auf den Dank vieler Sponsoren prall gefüllten Tombola-Tisch, für den im Anschluss Lose gekauft werden können. Die Spendenfreudigkeit der Ballgäste – zwischen Büfett und Tanz zur süffigen Musik einer Berliner Band – erbrachte schlussendlich 6300 Euro. „Ich bin sehr zufrieden – mehr Spenden trotz etwas weniger Gäste als im Vorjahr“, freut sich Lutz Leiteritz über den Erfolg des Balls, der bis tief in die Nacht andauerte.

 

Von Regine Buddeke

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