Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Wofür soll Neuruppin 100.000 Euro ausgeben?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Wofür soll Neuruppin 100.000 Euro ausgeben?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:25 31.07.2019
Der Kreisel an der Straße des Friedens in Neuruppin konnte mit Hilfe aus dem Bürgerhaushalt neu bepflanzt werden. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Der Verschönerungsvereien war am schnellsten. Schon im Mai hat er den Kreisel an der St.-Georgs-Kapelle in Neuruppin mit Dutzenden frischen, kräftigen Rosenbüschen bepflanzt, auf dass in diesem Sommer alles schön und reichlich blühe. Der Verein hat damit die 1000 Euro, die er aus dem ersten Neuruppiner Bürgerhaushalt bekommen hat, gut angelegt.

Welche Vorhaben in diesem Jahr Geld aus dem Bürgerhaushalt der Fontanestadt erhalten werden, ist noch offen. Bis 15. August haben alle Neuruppiner die Gelegenheit, darüber abzustimmen.

17 Ideen stehen zur Wahl, doch das Geld reicht nicht für alle. 100.000 Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung, doppelt so viel wie in der ersten Runde des Bürgerhaushalts 2018.

Diese Ideen stehen 2019 zur Abstimmung

Entschleunigung der Friedrich-Ebert-Straße durch bauliche Maßnahmen – 3000 Euro

Erneuerung des Gehwegs in der Franz-Künstler-Straße (von Karl-Marx-Straße bis Haus der Begegnung) – 36.000 Euro

Pflege einschließlich Wässerung der Grünanlagen, Bäume und Hängebepflanzung in der Innenstadt – 23.600 Euro

Instandsetzung des Geh- und Radweges zwischen Gentzstraße und Volksparkstadion – 16.500 Euro

Instandsetzung und Erneuerung des Weges von Buskow zum Radweg von Treskow nach Wustrau – 22.575 Euro

Instandsetzung und Erneuerung der Seilbahn auf dem Buskower Spielplatz – 15.400 Euro

Bau eines eingezäunten Hundeauslaufgebietes – 30.000 Euro

Anschaffung von mindestens 20.000 ökologischen Mehrwegbechern für öffentliche Veranstaltung – 20.000 Euro

bessere Sauberkeit in der Stadt – 25.000 Euro

Anpassung Radweg Birkengrund – 43.575 Euro

Ausbesserung des Verbindungsweges in Treskow von Zur Keglitz zum Fahrradweg – 29.625 Euro

Zuschuss für urbanes Gärtnern – 30.000 Euro

Ausbesserung des Streifens neben der Fahrbahn in Wulkow – 9.350 Euro

Sanierung des Schlauchturms in Wulkow – 7.000 Euro

Wiederaufstellen von Bänken in den Wallanlagen – 9.000 Euro

Kauf von wenigstens zehn weiteren Laien-Defibrillatoren (AED) und Aufstellen an öffentlichen Orten wie Tierpark, Bürgerbahnhof, Rathaus usw. – 25.000 Euro

Anschaffen eines Spielhauses mit Kletter- und Rutschmöglichkeit für den Spielplatz in Lichtenberg – 24.300 Euro

 

Dass in Neuruppin die Bürger selbst entscheiden können, wofür Geld ausgegeben werden soll, muss sich offenbar erst herumsprechen. Einen Monat lang läuft die Abstimmung im Bürgerbüro im Rathaus. Die Hälfte dieser Zeit ist inzwischen rum. Bis Dienstag hatten 165 Neuruppinerinnen und Neuruppiner abgestimmt.

Abstimmung läuft nur noch zwei Wochen

Das sind zwar etwas mehr als im gesamten Zeitraum 2018, aber es ist immer noch nur ein verschwindend geringer Teil aller Stimmberechtigten. Kämmerer Thomas Dumalsky würde sich wünschen, dass in den nächsten Tagen noch viele Bürgerinnen und Bürger ins Rathaus kommen.

Abstimmungen zum Bürgerhaushalt sind zu den üblichen Öffnungszeiten im Bürgerbüro möglich. An diesem Sonnabend, 3. August, ist das Büro auch von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Damit auch jeder eine Chance zur Abstimmung hat, der werktags arbeiten muss, öffnet es extra für den Bürgerhaushalt außerdem am Sonntag, 11. August, von 10 bis 16 Uhr.

Abstimmen kann jeder, der in Neuruppin oder einem der Ortsteile lebt und zwölf Jahre oder älter ist 

Von Reyk Grunow

In letzter Sekunde ist der Investor vom Kaufvertrag für eine sechs Hektar große Fläche im Temnitzpark zurückgetreten, auf der ein Autohof und ein Schnellimbiss entstehen sollten. Die Gesellschaft, die den Temnitzpark betreibt, bedauert das – verweist aber schon auf andere Interessenten.

31.07.2019

Wildromantisch: Auf dem Rheinsberger Rhin zwischen Rheinsberg und Zippelsförde sind weiterhin gut vierstündige Paddeltouren möglich. Mit einem Verbot wegen des niedrigen Wasserstandes ist vermutlich erst in der nächsten Woche zu rechnen.

31.07.2019

Zwei Jahre lang soll die Neuruppiner Wilhelm-Gentz-Grundschule eine Dauerbaustelle sein. Die Stadt will noch im August erste Bauanträge stellen. Statt der üblichen zwei wird diesmal nur eine 1. Klasse eingeschult.

30.07.2019