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Neuruppin Kürzere Wege fürs Neuruppiner Schulessen
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00:30 01.07.2019
Das Mittagessen für die Kinder in den Neuruppiner Schulen soll frischer werden. Quelle: Peter Geisler/Archiv
Neuruppin

Das Mittagessen für die acht Schulen der Stadt Neuruppin soll mit dem neuen Schuljahr deutlich besser werden. Vor allem sollen die Gerichte nicht mehr stundenlang durchs Land gefahren werden, bevor sie in Neuruppin auf den Tellern landen.

Künftig wird das Essen für alle Kindergärten und Schulen der Fontanestadt vom selben Anbieter geliefert: Die Firma Zuerbel und Lingk hat jetzt auch den Zuschlag für die Versorgung in den Schulen bekommen.

Die Neuruppiner Firma hatte erst 2017 eine neue Küche in Wustrau eröffnet, wo jeden Tag hunderte Essen für Betriebe und Einrichtungen in der gesamten Region gekocht werden. Seit zwei Jahren versorgt die Firma auch die Neuruppiner Kindertagesstätten.

Verlängerung des Vertrags hat nicht geklappt

Damals hatte Neuruppin nach Kritik von Eltern das Essen in den Kitas und Schulen neu ausgeschrieben. Den Zuschlag für die Pausenversorgung in den acht städtischen Schulen hatte wieder die Firma Sodexo bekommen. Das europaweite Unternehmen hatte das Essen aus in Werder (Havel) nach Neuruppin geliefert, später aus Berlin-Reinickendorf.

2017 hatte die Firma Zuerbel und Lingk in Wustrau eine neue Küche in Betrieb genommen. Quelle: Peter Geisler

Nach wie Jahren enden die Verträge zwischen der Stadt und den beiden Essenanbietern jetzt. Die Vertragspartner hatten vereinbart, dass eine Verlängerung grundsätzlich möglich ist. Mit Zuerbel und Lingk hatte das geklappt, mit Sodexo nicht, hatte der Sozialamtsleiter Maik Buschmann im Februar gesagt.

Die Stadtverwaltung hatte den Auftrag für die Schulen deshalb neu ausgeschrieben. Demnach soll der neue Anbieter sein Essen möglichst frisch auf den Tisch bringen, viele Produkte aus der Region verarbeiten. Zuerbel und Lingk kocht nach eigenen Angaben nur mit Biomilch und Bioeiern.

Bisher kam das Schulessen aus Berlin

Eine wesentliche Maßgabe: Die Mahlzeiten dürfen vom Kochtopf bis zum Teller nicht mehr als eine Stunde unterwegs sein. „Mit den Baustellen auf der Autobahn ist das aus Reinickendorf nicht machbar“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde.

Das Mittagessen in den Neuruppiner Schulen wird künftig 3,09 Euro am Tag kosten. „Den Preis müssen komplett die Eltern bezahlen“, sagt der Amtsleiter Buschmann. Bei den Kitas hatte das Verwaltungsgericht vor einigen Jahre geurteilt, dass Eltern nur einen zumutbaren Anteil an der Verpflegung berappen müssen. Für das Schulessen gilt diese Einschränkung aber nicht.

Keine Getränke für Hortkinder

Zuletzt hatte es Ärger gegeben, weil die Kinder in den städtischen Schulhorten am Nachmittag keine Getränke bekamen. Stadtverwaltung und Cateringunternehmen stritten sich offenbar darum, wer für die Lieferung zuständig ist. Amtsleiter Buschmann sah den Caterer in der Pflicht, der sah das aber anders. Buschmann räumte ein, dass der bisherige Vertrag in diesem Punkt „nicht ganz eindeutig“ sei.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das Problem gelöst ist, wenn eigene Trinkbrunnen aufgestellt wurden, an denen sich die Kinder selbst jederzeit Wasser holen oder in Flaschen abfüllen können. Im Februar hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass zum Beginn des neuen Schuljahres in möglichst vielen Kitas, Horten und Schulen der Stadt solche Wasserspender stehen sollen.

Von Reyk Grunow

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