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Neuruppin Neuruppin: Trinkwasser gibt es genug
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Neuruppin: Trinkwasser gibt es genug
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11:32 15.07.2019
Rund 4000 Kubikmeter Trinkwasser fließen jeden Tag durch Neuruppins Leitungsnetz. Quelle: Oliver Berg/dpa
Neuruppin

Auch wenn es in den vergangenen Tagen nicht mehr so heiß war wie im Juni: Dem Wasserstand in den Seen rund um Neuruppin hat das kaum geholfen. Ohne viel Regen werden die kaum zu füllen sein. Der Gewässerunterhaltungsverband beobachtet die Lage weiter aufmerksam.

Einer kann immerhin Entwarnung geben: die Stadtwerke Neuruppin. Die Versorgung der Fontanestadt mit Trinkwasser ist nicht in Gefahr. Selbst dann nicht, wenn der Pegel der Seen weiter fallen.

„Wir hatte im vergangenen Jahr kein Problem mit der Trinkwasserversorgung“, versichert Geschäftsführer Thoralf Uebach: „Und wir haben es auch diesem Jahr nicht.“

Blumengießen am besten nachts

Das können nicht alle Wasserversorger von sich sagen. In Oberhavel und dem Barnim gilt inzwischen für Gemeinden ein Sprengverbot am Tage. Ausgerechnet als es besonders heiß war, haben Anwohner dort kein Wasser mehr bekommen. An anderer Stelle wurde so viel abgezapft, dass für die Letzten an der Leitung nichts mehr übrig blieb.

In Stendenitz haben die Stadtwerke vor einigen Jahren neue Brunnen gebaut. Quelle: Peter Geisler

Dass so etwas auch in Neuruppin passieren könnte, schließt Stadtwerke-Vertriebschef Guido Gerlach aus.

Rund 4000 Kubikmeter rauschen an heißen Tagen des Jahres durch die Leitungen – genug für 27.000 Badewannen. Im Durchschnitt verbraucht jeder Neuruppiner rund 60 Liter Wasser am Tag, Ein Rasensprenger verteilt ein Vielfaches dieser Menge innerhalb kurzer Zeit.

Neuruppins Wasser kommt aus großer Tiefe

Biologisch und auch fürs Leitungsnetz wäre es eigentlich am besten, die Pflanzen am früh am Morgen zu gießen, etwa gegen 3 Uhr. „Aber das können wir von unseren Kunden kaum verlangen“, sagt Gerlach und lacht.

Die Neuruppiner Stadtwerke haben ihr Netz so ausgebaut, dass sie gewappnet sind. Das Wasser für Neuruppin und die meisten Ortsteile kommt aus Wasserwerken in Treskow und Gildenhall oder einem der Brunnen an der Gentzstraße oder in Stendenitz. In Steinberge, Gühlen-Glienicke und Rheinsberg Glienicke wird das Wasser für die Dörfer im Norden der Fontanestadt gefördert.

Mancher Gartenbrunnen ist bald trocken

Mancher Gartenbesitzer mit eigenem Brunnen bekommt die lange Trockenheit zu spüren, weil die Pumpen kaum noch Grundwasser fördern können. Die Stadtwerke bleiben da gelassen.

„Wir fördern unser Wasser aus mehr als 100 Metern Tiefe“, sagt Uebach. Die Vorräte dort seien Jahrtausende alt und stammen noch aus der letzten Eiszeit. Ob es oben regnet oder nicht, ist für den Wasservorrat dort ganz egal.

Update: In einer früheren Version dieses Textes hatten wir dem Vertriebschef der Stadtwerke, Guido Gerlach, einen falschen Vornamen zugeordnete. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Von Reyk Grunow

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