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Neuruppin Grünes Licht für schnelles Internet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Grünes Licht für schnelles Internet
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01:15 31.03.2019
Schnelles Internet soll es bald überall im Landkreis geben. Quelle: dpa
Neuruppin

Das lange Warten auf ein schnelles Internet in Ostprignitz-Ruppin hat ein Ende: Der Bund hat jetzt dem geänderten Förderantrag zugestimmt, dass im Landkreis das Glasfasernetz ausgebaut werden kann und damit innerhalb von drei Jahren etwa 97 Prozent der Haushalte schnell im Internet surfen können, sagt Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Die insgesamt 38 Millionen teuren Arbeiten werden mit rund 22,8 Millionen Euro vom Bund gefördert.

Bisher waren 18 Millionen Euro zugesagt. Diese Fördersumme war für den Ausbau des Kupferkabel-Netzes in Ostprignitz-Ruppin bestimmt – auch damit wären schnellere Internetanschlüsse als bisher möglich, aber nur von Datenraten von 30 bis 50 Mbits je Sekunde. Mit Glasfaseranschlüssen vor der Haustür ist hingegen eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabyte je Sekunde möglich.

Kreis lässt tausende Glasfaseranschlüsse legen

Diese Aussicht hatte den Kreistag in Neuruppin im vergangenen Jahr veranlasst, auf den Ausbau des Glasfasernetzes zu setzen. Doch damit war der bisherige Zeitplan nicht mehr zu halten. Um den Auftrag für die Arbeiten vergeben zu können, musste der Bund dem neuen Förderantrag erst einmal zustimmen. Das ist jetzt passiert.

Nach einer dreimonatigen Planungszeit könnten damit die Arbeiten vermutlich im Juli beginnen, sagt Christian Fahner, der Chef der kreiseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft REG. Demnach beträgt die Ausbauzeit 36 Monate. Die REG stand im ständigem Kontakt mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin.

Laut einer Studie des Tüv Rheinland aus dem Jahr 2016 konnten damals gerade mal 51 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin schnell im Internet surfen – wobei schnell bedeutete, dass Daten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbits je Sekunde übertragen werden können.

Schneller wird das Netz nicht für alle

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Denn ausgebaut werden lediglich die Internetanschlüsse, deren Datenrate unter 30 Mbit je Sekunde beträgt. Auch deshalb setzen Landrat Reinhardt und REG-Chef Fahner darauf, dass der Bund noch ein weiteres Förderprogramm auflegt, damit auch Haushalte ein schnelles Internet erhalten, die derzeit mit einer Geschwindigkeit von lediglich etwas mehr als 30 Mbits je Sekunde im Netz surfen. Ob und wann so ein Förderprogramm aufgelegt wird, das ist derzeit aber noch völlig offen.

Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag einen flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen bis zum Jahr 2025 versprochen. Bis dahin soll jedermann einen rechtlich abgesicherten Anspruch auf schnelle Internetanschlüsse erhalten.

Ab wann ein Anschluss jedoch als schnell gilt, und was passiert, wenn der Anspruch nicht erfüllt werden kann, das ist derzeit ebenfalls noch unklar.

* In einer ersten Fassung hatten wir versehentlich berichtet, dass der Bund den Ausbau mit 38 Millionen Euro fördert.

Von Andreas Vogel

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