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Neuruppin OPR will Vorreiter für neue Technologie sein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin OPR will Vorreiter für neue Technologie sein
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17:09 09.10.2019
Derzeit werden im Ruppiner Land Mobilfunkmasten für das sogenannte 4 G-Netz errichtet. Der Landkreis hofft derweil auf Geld vom Bund für 5 G-Projekt. Quelle: Daniel Reinhardt /DPA
Neuruppin

Können Landwirtschaftsbetriebe mit der neuen 5 G-Technik, die bald deutschlandweit Einzug halten soll, sparen, weil das Saatgut dann auf den Quadratmeter genau ausgebracht werden kann? Und gibt es dann vielleicht auch autonom fahrende Erntemaschinen?

Um diese und weitere Fragen zu klären, hat sich der Landkreis Ostprignitz-Ruppin beim Bundesministerium für digitale Infrastruktur für ein Förderprojekt beworben. Bei diesem soll erforscht werden, wie blitzschnelle Internetverbindungen der 5-G-Technologie auch kleineren Orten und Unternehmen einen großen Schritt in die Zukunft ermöglichen können. Als Praxispartner hat sich der Landkreis mit der Rhingruppe aus der Gemeinde Fehrbellin und der Volkssolidarität zusammengetan, sagte am Mittwoch Landrat Ralf Reinhardt (SPD) in Neuruppin. Ziel sei ein „interessantes Konzept“, das vom Bund gefördert werde. Dafür stehen wohl bis zu vier Millionen Euro bereit.

Im Frühjahr fällt die Entscheidung

Eine Projektskizze hat der Landkreis beim Bund bereits Mitte September eingereicht. Nun gehe es darum, ein „qualifiziertes Konzept mit innovativen Ideen“ zu erarbeiten, das bis Februar 2020 vorgelegt werden soll. Im März oder April könnte dann die Entscheidung fallen, ob Ostprignitz-Ruppin den Zuschlag erhält.

Derweil hat der Landkreis mit noch ganz anderen Problemen zu kämpfen. Gibt es doch in mehreren Regionen noch Funklöcher und schlechte Internetverbindungen. Jedoch gebe es „viele Anträge“ zum Bau von neuen Mobilfunkmasten sowie zum Ausbau von Funkstationen, sagte Reinhardt. Problematisch sei dabei, dass die Unternehmen für neue Masten das jeweilige Grundstück kaufen oder pachten und dann einen Bauantrag stellen müssten. Deshalb könne es fast ein Jahr dauern, bis ein neuer Mast errichtet werde.

Von Andreas Vogel

Wer in Neuruppin eine Zweitwohnung hat, muss dafür seit einigen Jahren eine Extrasteuer zahlen. Die Fontanestadt kassiert damit gut 280.000 Euro im Jahr. Mit so viel Geld hatte der Kämmerer anfangs gar nicht gerechnet.

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Böse Überraschung: Bis Sonntag, 13. Oktober, gibt es auf der Strecke des Prignitz-Expresses eine Totalsperrung – weil zwischen Kremmen und Velten Schienen gewechselt werden müssen, die vor 20 Jahren verlegt wurden. Und die Bahn kündigt zwei weitere Sperrungen an.

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Auch in Ostprignitz-Ruppin wurden Betriebe mit Wilke-Fleisch beliefert. Ob dieses mit den Listerien-Keimen belastet ist, das ist noch unklar. Mitarbeiter des Verbraucherschutzamtes prüfen die Warenlisten und die Betriebe vor Ort.

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