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Neuruppin Petition für sechsspurige A24 ist gescheitert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Petition für sechsspurige A24 ist gescheitert
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01:15 30.06.2019
In der Nacht zu Donnerstag war die A24 gesperrt. Arbeiter haben Schalungsteile für die neue Brücke an der Abfahrt Neuruppin montiert. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

 Die Männer der Baufirma müssen schnell sein. Nur ein paar Minuten bleibt ihnen für jedes Teil der Verschalung an der neuen Brücke über die Autobahn. Ein Stahlteil schwebt am Kran ein, zwei Männer nehmen es in Empfang, setzen es an die richtige Position am äußeren Rand des neuen Brückenträgers und fixieren es – schon kommt das nächste Teil.

Sechs Stunden hatten die Bauarbeiter der Firma Hentschke, um die Schalung für die Überführung an der Autobahnabfahrt Neuruppin in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag fertigzustellen. Dafür war die A24 ab 22 Uhr am Mittwochabend gesperrt.

Bis Ende des Jahres soll die neue Brücke über die A24 fertig sein. Sie wird so breit gebaut, dass die Autobahn mit sechs Fahrspuren unter ihr hindurch passt. Auch wenn dort tatsächlich nur vier Spuren plus Standstreifen gebaut werden.

Petition gegen den Beschluss des Verkehrsministeriums

Gerade ist der Kränzliner Steffen Müer mit seinem Versuch gescheitert, an den Plänen des Bundes für den A24-Ausbau doch noch etwas zu ändern. Müer hatte im Mai auf der Internetplattform des Bundestages eine Petition gestartet. Er wollte erreichen, dass die Abgeordneten beschließen, die Autobahn A24 doch sechsspurig auszubauen, wie es im Planfeststellungsbeschluss seit Jahren vorgesehen ist.

Entgegen dieser offiziellen Festlegung hatte das Bundesverkehrsministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) damals entschieden, dass es auch nach dem Ausbau der A24 von Neuruppin bis Dreieck Havelland im Wesentlichen bei vier Spuren bleiben soll.

Die Sparvariante hält Müer für einen schweren Fehler und wollte den Bundestag dazu bringen, dass der sich die Sache noch einmal überlegt. Doch seine Petition ist gescheitert.

50.000 hätten unterzeichnen müssen

Wenigstens 50.000 Bürger hätte die Eingabe online unterzeichnen müssen, damit der Bundestag sich damit befassen muss. Als die Frist am Mittwoch endete, gab es 963 Unterzeichner.

Steffen Müer nimmt es gelassen. Das Ziel ist ambitioniert, das war ihm von Anfang an klar. „Mir ging es auch darum, das Thema ins Gespräch zu bringen“, sagt er. Zwar müsse sich der Bundestag jetzt nicht zwingend noch einmal mit den Plänen für die A24 befassen. Aber er könnte es trotzdem tun, auch wenn weniger als 50.000 Unterschriften. „Ein Funke Hoffnung bliebt“, sagt der Kränzliner.

Die Initiative zeige, dass es viele Bürger gibt, die den schmaleren Ausbau der A24 nicht hinnehmen wollen, sagt Kreissprecher Alexander von Uleniecki.

Landkreis kämpft weiter für sechs Spuren

Er sieht die knappe Frist und das eher komplizierte Verfahren als Gründe, warum nicht mehr Menschen unterzeichnet haben. „Tatsächlich bin ich von vielen Leuten angesprochen worden“, sagt Steffen Müer: „Gefühlt mindestens 50.000.“ Aber offenbar hätte viele Menschen am Ende davor zurückgeschreckt, sich im Internet mit Name und Adresse zu registrieren.

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin drängt seit Jahren auf einen sechsspurigen Ausbau, der Bund lehnt den bisher ab. „Wir werden nicht locker lassen“, sagt Alexander von Uleniecki.

Von Reyk Grunow

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