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Neuruppin Massenschlägerei zum Herrentag am Bollwerk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Massenschlägerei zum Herrentag am Bollwerk
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00:24 03.06.2019
Drei Verletzte mussten nach Schlägereien am Neuruppiner Bollwerk ins Krankenhaus gebracht werden. Quelle: dpa
Neuruppin

 Böses Ende am Herrentag. Nur mit Unterstützung von Kräften der Autobahn- und der Bereitschaftspolizei sowie Beamten aus der Prignitz konnte am Donnerstagabend eine Massenschlägerei am Neuruppiner Bollwerk beendet werden. Zudem habe die Polizei den Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas androhen müssen, um die Gruppen trennen zu können, sagte am Freitag Neuruppins Polizeisprecherin Ariane Feierbach. Demnach waren sich rund 40 betrunkene Männer in die Quere gekommen, die sich prügelten und mit Bier- sowie Schnapsflaschen bewarfen.

Neun Personen in Gewahrsam genommen

Bei den Auseinandersetzungen, die sich über mehrere Stunden hinzogen, wurden drei Menschen verletzt, die mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Zudem nahm die Polizei neun Personen zwischen 17 und 23 Jahren in Gewahrsam. Einige konnten die Arrestzelle noch in der Nacht wieder verlassen, die anderen erst am Freitag – nachdem sie ausgenüchtert waren und von der Polizei befragt worden waren.

„Die Einsatzkräfte waren bis in die Nachtstunden beschäftigt, um für Ruhe zu sorgen“, sagte Feierbach. Zwar habe die Polizei gegen 19 Uhr das Neuruppin Bollwerk geräumt. Doch die Situation sei zunächst unübersichtlich geblieben, weil es sich um mehrere alkoholisierte Gruppen gehandelt habe und sich viele nicht gleich beruhigen ließen, so die Polizeisprecherin. Damit sich die Gruppen nicht ein paar Meter entfernt vom Bollwerk erneut in die Wolle kriegen, habe die Polizei die Männer auch im Stadtgebiet noch etwas länger im Auge behalten. Das gelang offenbar.

Mit Flaschen geworfen

Die Neuruppiner Polizei war am Herrentag den ganzen Tag im Einsatz, um für Ruhe zu sorgen. So mussten die Beamten beispielsweise gegen 14 Uhr zur Poststraße ausrücken. Dort war eine Gruppe aus 20 alkoholisierten Personen unterwegs, die mit Flaschen warfen. Die Beamten sprachen einen Platzverweis aus, zudem kassierte ein 23-Jähriger eine Anzeige, weil er die Polizisten beleidigt hatte.

Zwei Stunden später alarmierten Zeugen die Polizei, dass sich am Neuruppiner Bollwerk etwa 15 Leute schlagen. Als die Beamten vor Ort eintrafen, gab es schon zwei Verletzte. Deshalb forderten die Beamten Verstärkung an. Zwar schien die Situation danach weitgehend unter Kontrolle zu sein, doch loderten immer wieder Streitereien zwischen den verschiedenen alkoholisierten Gruppen auf.

In Rheinsberg von einer Treppe gefallen

„Es war ein außergewöhnlicher Tag mit wahnsinnig vielen Einsätzen“, sagte die Polizeisprecherin. So musste die Polizei am Freitagfrüh gegen 0.25 Uhr auch in Rheinsberg helfen. Dort war ein 31-Jähriger, offenbar wegen seines Alkoholpegels, eine Treppe heruntergefallen und hatte sich dabei so sehr verletzt, dass seine Lebensgefährtin den Rettungsdienst informierte.

Doch der Mann sperrte sich gegen die Behandlung durch die herbeigeeilte Notärztin und wehrte sich auch gegen die zwei Polizisten, die zu Unterstützung gerufen worden waren. Der 31-Jährige trat und schlug um sich, so dass fixiert werden musste und von der Notärztin ein Beruhigungsmittel erhielt. Unter Polizeibegleitung wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht, wo er zum Schutz der Ärzte und Pfleger erneut fixiert werden musste. Auch in der Neuruppiner Innenstadt kehrte erst gegen 1 Uhr am Morgen kehrte Ruhe ein.

Tausende feierten friedlich im Grünen

Friedlich ging es am Himmelfahrtstag hingegen an der Stendenitzer Waldschenke, in Boltenmühle sowie am Campingplatz Rottstielfließ in Tornow zu – obwohl Hunderte Neuruppiner den Feiertag für einen Ausflug mit der Familie oder mit Freunden zu den beliebten Ausfliegszielen ins Grüne nutzten.

„Die Wiese und die Terrasse waren voll“, hieß es aus Stendenitz. Dort sorgte die Band „Fifty up“ am Ufer des Zermützelsees ab 11 Uhr für rund fünf Stunden bei Bratwurst und Bier für rockige Klänge, während in Tornow die Musiker von „Unerhört“ für die passende Stimmung sorgten. Die Polizei musste dort nicht eingreifen: In Boltenmühle, Stendenitz und in Tornow herrschte bis zum Abend lockere Stimmung. Zudem erntete die Polizei am Freitag ein Lob von einer Anwohnerin – für den Einsatz am Neuruppiner Bollwerk.

Von Andreas Vogel

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