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Neuruppin Grünes Licht für den 30-Minuten-Takt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Grünes Licht für den 30-Minuten-Takt
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01:15 21.06.2018
Der Prignitz-Express RE6 soll ab Dezember 2024 im 30-Minuten-Takt nach Hennigsdorf fahren. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die konkreten Planungen für den Ausbau der Strecke des Prignitz-Expresses RE 6 können beginnen, damit die Züge zwischen Neuruppin und Hennigsdorf ab Dezember 2024 im 30-Minuten-Takt verkehren können: Darauf hat sich am Montag eine sogenannte Lenkungsgruppe geeinigt, der Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD), Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) und Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung und Großprojekte bei der Deutschen Bahn, angehören.

Ausdauernd und hartnäckig

„Das ist genau das, was wir seit Langem fordern“, sagte am Nachmittag Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hoch erfreut. Der Landkreis und die Fontanestadt kämpfen seit mehr als zehn Jahren für ein verbessertes Pendler-Angebot auf der Bahnstrecke zwischen Neuruppin und dem Berliner Stadtzentrum.

„Anscheinend zahlen sich Ausdauer und Hartnäckigkeit aus“, so Reinhardt. Zuletzt hatte der Kreisausschuss am Donnerstag in Neuruppin beschlossen, das Land noch einmal daran zu erinnern, dass an der Strecke des Prignitz-Expresses unbedingt etwas getan werden muss.

Die Bahn plant, dass zwischen Beetz und Sommerfeld ein zweites Gleis gebaut wird, damit sich auf diesem 6,5 Kilometer langen Abschnitt dann auch Züge begegnen können. Zudem soll der Bahnhof Radensleben wieder zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden, wie er es bis Mitte der 1990er Jahre war. Außerdem sollen der Bahnhof in Kremmen erweitert sowie drei Bahnübergänge auf die dann zwei Gleise angepasst werden.

Kosten von 28 Millionen Euro

Die Kosten für den Ausbau der bis jetzt einspurigen Strecke betragen nach einer ersten Untersuchung der Bahn knapp 28 Millionen Euro. Allerdings werden sie sich erhöhen – zum einen, weil die Bahn für die Arbeiten noch Land erwerben muss; zum anderen, weil nicht ganz klar ist, ob der Untergrund im Luch für das zweite Gleis womöglich verstärkt werden muss.

Auch Susanne Henckel, die Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), zeigte sich am Montag zufrieden. Steigen doch die Fahrgastzahlen stetig, so dass es in den Bahnen immer enger wird. „Deswegen ist es gut, dass wir jetzt spürbare Entlastungen in Sichtweite haben“, so Henckel. Voraussetzung ist, dass sowohl das Land Brandenburg als auch der Bund sich an den Kosten für den Ausbau des Prignitz-Expresses beteiligen.

Hoffen, dass der schnellere Takt eher kommt

Landrat Reinhardt hofft, dass der 30-Minuten-Takt zwischen Neuruppin und Hennigsdorf vielleicht auch vor Dezember 2024 möglich ist – wenn die Beteiligten noch mehr Kraft und Energie in das Projekt stecken.

Von Andreas Vogel

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