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Neuruppin Gehwegbau: Radenslebener sollen noch zahlen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gehwegbau: Radenslebener sollen noch zahlen
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00:27 21.06.2019
2018 wurde der neue Gehweg an der Dorfstraße fertig, bis heute gibt es Kritik. Quelle: Reyk Grunow
Radensleben

Der neu gebaute Gehweg an der Dorfstraße in Radensleben sorgt weiter für Ärger. Die Stadtverwaltung in Neuruppin besteht darauf, dass die Anlieger für den Bau des Weges und der Straßenbeleuchtung zur Kasse gebeten werden.

Der Ortsbeirat lehnt das dagegen ab. Er verweist darauf, dass der Landtag in der vergangenen Woche beschlossen hat, Anliegerbeiträge für den Straßenbau abzuschaffen.

Doch dieser Beschluss trifft auf Radensleben nicht mehr zu, heißt es aus dem Neuruppiner Rathaus. Der Landtag hatte beschlossen, die Anliegerbeiträge für solche Projekte zu streichen, die am 1. Januar 2019 noch nicht abgeschlossen waren.

Laut Stadt war der Bau im März 2018 beendet

Das Bauvorhaben in Radensleben sei aber schon im Frühjahr 2018 beendet worden. Der neue Gehweg wurde laut Stadtverwaltung am 28. März 2018 abgenommen, die Beleuchtung schon einen Tag zuvor.

Damit würde das Vorhaben nicht mehr unter den Beschluss des Landtags fallen und die Anwohner in Radensleben müssten für den Gehwegbau noch zahlen. Das hat Ortsvorsteher Hardy Richter jetzt aus dem Rathaus schriftlich bekommen.

Radenslebener sehen bis heute Mängel

Richter will die Antwort so nicht einfach hinnehmen. Er zweifelt an, dass das Bauvorhaben wirklich schon 2018 abgeschlossen war. „Schließlich gibt es bis heute etliche Mängel“, sagt er.

Mehrfach hatten Anwohner sich über die vielen abgebrochenen Ecken und Kanten der eingebauten Betonsteine beklagt. Mit einem Rollator sei der Gehweg nur mit großer Mühe zu benutzen.

Laut Stadtverwaltung sind die gebrochenen Kanten jedoch Ansicht. Die Stadtwerke als Auftraggeber hätten extra „gerumpeltes“ Pflaster einbauen lassen, das den Eindruck erwecken soll, es handle sich um schon älteres Material und nicht ganz frischen Beton.

Ortsbeirat will nicht einfach aufgeben

Doch auch am Graben, der das Regenwasser von der Straße auffangen soll, und an etlichen anderen Stellen glauben die Radenslebener, Mängel entdeckt zu haben. Richter stellt den Gehwegbau generell infrage. „Niemand von uns hat den Bau eines Weges verlangt“, sagt er.

Für Ende Juni will der Ortsbeirat alle Radenslebener zu einer weiteren Beratung über das Thema einladen. Mit dabei soll auch ein Anwalt sein, von dem sich die Anlieger in Sachen Gebühren beraten lassen können.

Von Reyk Grunow

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