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Neuruppin Randy Hansen spielt in Neuruppin Gitarre auch mit den Zähnen
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00:21 01.05.2019
Woodstock-Wiedergänger: Randy Hansen kam zum zweiten Mal in den Neuruppiner Stadtgarten. Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

 Randy Hansen macht nicht viele Worte. Keine Begrüßung des Neuruppiner Publikums. Keine Ankündigung der Songs. Doch das muss Hansen auch nicht. Die Zuhörer sind gekommen, um die Musik von Jimi Hendrix zu hören. Sie erkennen die Lieder ohnehin an den ersten Takten.

Schrille Gitarrensoli, ohrenbetäubende Feedbackschleifen – Randy Hansen klang am Sonnabend im Neuruppiner Stadtgarten so wie einst Jimi Hendrix geklungen haben muss. Mehr als 50 Jahre nach Erscheinen der Hendrix-Klassiker-Alben „Are you experienced“ und „Axis: Bold as love“ spielte der 64-jährige US-Amerikaner die Höhepunkte der beiden Alben. Er machte es perfekt. Selbst seine Stimme klang wie Jimi Hendrix.

Flirt mit dem Publikum

Hansen liefert, was die Zuhörer erwarten. Er spielt die Gitarre mit den Zähnen, er spielt sie auf dem Rücken – ganz so wie es sein 1970 verstorbenes Idol einst tat. Am vorderen Bühnenrand flirtet er mit dem Publikum und reißt seine Gitarre hoch. Über die Zuhörer geht ein psychedelisches Klanggewitter nieder. Das Publikum feiert ihn dafür.

Gestreifte Schlaghose, Schlapphut, großer Türkis-Ring, ein vor dem nackten Bauch geknotetes, knappes Hemd – der zierliche Musiker sieht auch aus als käme er von einem der Festivals in Woodstock oder der Isle of Wight. Er tobt über die Bühne und reagiert sofort, als sich ein Zuhörer den Klassiker „Hey, Joe“ wünscht. Das ist Spielfreude, auch nach ungezählt vielen Hendrix-Shows, die Hansen bereits gegeben hat.

Gefolgsmann eines Ausnahmegitarristen

Jimi ist der Buddha, ich bin nur einer seiner Gefolgsleute“, hatte Randy Hansen vor einigen Jahren in einem Interview mit dem Musikmagazin „Gitarre & Bass“ erklärt. Während andere Gitarristen sich bemühen, einen möglichst eigenen Sound zu kreieren, wollte Hansen den Ausnahmegitarristen Jimi Hendrix genau kopieren. Eine Herausforderung bis heute, sagt er in dem Interview.

In den frühen 80-er Jahren spielte Hansen mit den Originalmusikern der Jimi Hendrix Experience. Seine Sounds und Riffs und sein psychedelischer Krachsound beeindruckten Regisseur Francis Ford Coppola so, dass er sie für seinen Antikriegsfilm „Apocalypse now“ verwendete. Sein Debüt feierte Hansen bei einem Jimi-Hendrix-Tribute-Konzert in KölnUli Jon Roth von den Scorpions hatte Hansens Sound zuvor entdeckt und den Musiker nach Deutschland geholt.

Zweiter Auftritt in Neuruppin

Vor viereinhalb Jahren hatte Hansen seinem Idol Hendrix in Neuruppin schon ein Mal die Ehre erwiesen. Rund 500 Fans kamen damals in den Stadtgarten. Am Sonnabend wollten deutlich weniger Gäste Hansens Spiel hören. Hansen begeisterte seine Zuhörer trotzdem. Als eines der ersten Lieder erklang „Foxy Lady“ – schon bei den ersten Takten klatschten die vorderen Reihen mit.

Bei Auftritten in Europa vertraut Hansen immer auf dieselben Musiker - Ufo Walter am Bass und Manni von Bohr an den Drums. Nach den ersten Liedern stellt Hansen die beiden dann doch vor. Sich selbst präsentiert Hansen wenig später als Shirley Temple, den Kinderfilmstar aus dem Hollywood der 30er-Jahren. „My name is shirley temple“, erklärt er seinen Zuhörern. Beim Publikum zündet dieser Witz nicht. Doch das ist egal. Namen sind eben nichts, die Musik ist alles.

Von Frauke Herweg

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