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Neuruppin Ronny Heinrich begeistert Neuruppiner
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00:30 11.04.2018
„Eine Melodie geht um die Welt“ – gesungen von Katja Brauneis. Die Sopranistin ist Gast bei der großen Gala von Ronny Heinrich und seinem Orchester - „Oranienburger Schlossmusik“  Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Der Frühling ist endlich da: Draußen lauern satte 20 Grad, die Sonne scheint, und die Falter tanzen um die Knospen der Bäume. Aber auch ohne die meteorologische Unterstützung hätte Ronny Heinrich es mühelos geschafft, Sonne in die Herzen zu zaubern und die Schmetterlinge im Bauch zu wecken. Seit einigen Jahren gibt er mit seiner Oranienburger Schlossmusik neben einem Herbstkonzert auch einen musikbeschwingten Auftakt in den Frühling: am Sonntag sind mehr als 500 Gäste in die Neuruppiner Kulturkirche gekommen, um ihm zu lauschen.

Ronny Heinrich und sein Oranienburger Schlossorchester steht seit 25 Jahren vor ausverkauften Konzertsälen und ist seit einigen Jahren auch in Neuruppin ein gern gesehener Gast. Immer im Frühling und im Herbst begeistern die Musiker ihre Fans in der Kulturkirche: mit einem bunten Strauß Melodien aus Film, Operette oder Musical – von Walzer über Marsch und Polka.

Mit dem Schatzwalzer geht es beschwingt los. Ronny Heinrich – mit glitzernd-roter Weste unterm schwarzen Anzug, spiegelglatten Lackschuhen und einem Glänzen in den Augen – hebt den Taktstock. „Wir sind bei unserer musikalischen Weltreise irgendwie in Wien hängengeblieben“, verrät er in der Moderation, die er gemeinsam mit seiner Tochter Juliane bestreitet. Denn nach der oscargekrönten Filmmusik „Eine Melodie“ von Charlie Chaplin dreht sich vieles um die Metropole mit dem berühmten Schmäh: „Frühling in Wien“ singt die Sopranistin Katja Brauneis – der erste Gast von Ronny Heinrich.

Die bekannte Musicaldarstellerin trällert sich wie eine Nachtigall durch diese und folgende Melodien. Die gebürtige Wienerin hat am Theater an der Wien studiert und hat den Wiener Charme im Blut, auch wenn sie jetzt in Berlin zuhause ist. Peter Alexanders „I hoab die schönen Maderl’n net erfundn“ reiht sich an und das „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ aus der „Czardasfürstin“ und setzt dem noch ein drauf. „Was wäre die Operettenwelt ohne die Lieder, die Männer über und für Frauen schrieben?“, fragt Ronny Heinrich und der Saal klatscht fröhlich mit.

Ronny Heinrich und sein Schlossorchester begeistern seit über 25 Jahren ihr Publikum

Oscars gab es auch für die Filmmusik „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ aus „Die oberen Zehntausend“ – die Tochter des Komponisten Werner Richard Heymann sitz mit im Saal, verrät der Dirigent. Sein Orchester – viele Streicher, eine Handvoll Bläser – spielt ambitioniert und ist überdies eine Augenweide – zwischen den Herren mit ihren roten Fliegen schillern die Abendroben der Frauen in allen Regenbogenfarben und nehmen den Frühling vorweg.

„True love“ – ein Klassiker: Jetzt legt Ronny Heinrich den Taktstock beiseite und greift zum Mikro. Seine Duettpartnerin ist nicht nur seine Frau – sie spielt außerdem die erste Geige im Orchester und im Herzen des Dirigenten. Gemeinsam wagen sie ein Tänzchen, er stupst ihr liebevoll die Brille hoch ,und am Ende gibts ein Küsschen – im Saal brechen sich Seufzer und Frühlingsgefühle Bahn, bevor der zweite Gast – das Ensemble Musici in wunderbar nostalgischen Kostümen alte Zeiten erahnen lässt und den Gardeoffizier-Chor singt.

„Traumhaft, das reißt einen immer wieder mit“, schwärmt Neuruppinerin Evelyn Jantzen, die kaum ein Konzert von Ronny Heinrich versäumt und stattdessen lieber ihren Urlaub verschiebt, wie sie gesteht. „Man möchte am liebsten tanzen.“

Von Regine Buddeke

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